„Sag niemals nie“: Klopp-Neuling Janelt grinst bei Frage zu HSV-Rückkehr
Für Vitaly Janelt sind es besondere Tage. Der Mittelfeldspieler des FC Brentford könnte mit 28 Jahren sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feiern. Seit einiger Zeit ist er Stammspieler in der Premier League. Für einen DFB-Einsatz hat es aber bisher noch nicht gereicht. Nun hofft er auf einen Einsatz gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr/ ZDF live) oder in Griechenland am Sonntag (20.45 Uhr/RTL live). An seinem ersten DFB-Tag sprach er auch über den HSV.
Dort wurde Janelt nämlich einige Jahre lang ausgebildet. 2010 wechselte er als Zwölfjähriger vom SSC Hagen Ahrensburg in die HSV-Jugend, kickte bis zur U17 vier Jahre lang für den Rothosen-Nachwuchs, ehe es ihn zu RB Leipzig verschlug. Den Sprung zum Fußballprofi schaffte er aber nicht beim Brauseklub, sondern beim VfL Bochum, von wo ihn Brentford 2020 für 600.000 Euro verpflichtete.
In der Premier League ist Janelt Stammspieler
In der Premier League gehört Janelt zu den festen Säulen seines Klubs. Brentford ist aktuell Tabellenvierter – und der zentrale Mittelfeldspieler nun auch endlich bei der Nationalmannschaft. „Natürlich wäre ich gern schon zu einem früheren Zeitpunkt mal dabei gewesen, hätte mir eine Chance erhofft“, gestand er: „Aber ich habe in der Vergangenheit so oft darüber gesprochen, dass ich zuletzt keine Lust mehr hatte, darüber zu reden.“
Jetzt könnte Janelt zu einem exklusiven Kreis an DFB-Debütanten gehören, die noch nie in der Bundesliga zum Einsatz kamen. Als er für Bochum spielte, hing der VfL in der Zweiten Liga fest. Vor ihm feierten schon Ex-Stars wie Robert Huth oder Thomas Hitzlsperger ihr erstes Länderspiel ohne Bundesliga-Einsatz. Auch Karim Adeyemi spielte erstmals für Deutschland, als er noch in Salzburg unter Vertrag stand.
Janelt über HSV-Rückkehr: „Sag niemals nie“
Nicht in der Bundesliga spielte bis zur vorletzten Saison auch Janelts ehemaliger Jugendklub. Mittlerweile ist der HSV wieder erstklassig – das hat auch der in Bargfeld-Stegen nördlich von Hamburg aufgewachsene DFB-Neuling verfolgt. In einer Medienrunde wurde Janelt nun gefragt, ob er sich vorstellen könne, in der Zukunft für den HSV aufzulaufen. Dabei musste er kurz lächeln. „Sag niemals nie“, schloss er eine Rückkehr nach Hamburg, wo er nach seiner Karriere seinen Lebensmittelpunkt sieht, zunächst nicht aus. „Aktuell ist es nicht in meinem Kopf“, ergänzte er.
Doch in Zukunft könnte sich das Blatt noch einmal wenden: „Wenn ich vielleicht ein bisschen älter bin und es beim HSV den Umständen entspricht, wäre es nicht verkehrt.“ Leben will er in der Hansestadt schließlich so oder so: „Ich liebe Hamburg, nach meiner Karriere werde ich definitiv da wohnen.“ Ganz vielleicht ja vorher sogar als HSV‑Profi.