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Mann hängt bei 600 km/h aus Flugzeugfenster: Anwalt bereitet Millionenklage vor

Von: Johannes Welte

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Teile des Triebwerks zerstörten auf einem Ryanair-Flug das Kabinenfenster neben Ljubiša Karović. Jetzt bereitet sein Anwalt eine Millionenklage vor.

Memmingen/Thessaloniki – Ljubiša Karović (61) wurde am 10. Juli während eines Fluges von Thessaloniki (Griechenland) nach Memmingen (Bayern) bis zum Oberkörper aus dem Fenster gezogen, seine Ehefrau rettete ihn, indem sie ihn festhielt. Das Fenster war während des Fluges zerbrochen. Jetzt bereitet sein Anwalt eine Millionenklage vor, wie die Bild berichtet.

Der griechische Anwalt Vasileios Tsiaras (51) vertritt dem Bericht zufolge 36 der 149 Passagiere an Bord, darunter Ljubiša Karović (61), der schwer verletzt wurde. Der Serbe verkauft und vermietet Apartments in Urlaubsorten bei Thessaloniki. Teile des Triebwerks hatten das Kabinenfenster neben ihm zerstört, woraufhin er nach eigenen Angaben mit Kopf und rechtem Arm bei rund 600 Kilometern pro Stunde in 5000 Meter Höhe aus der Maschine hing. Fotos zeigen schwere Verletzungen am Arm und der Schulter.

Passagier hing mit dem Oberkörper aus dem Flugzeugfenster – bei 600 km/h in 5000 Metern Höhe

Ein vorläufiges Gutachten der US-Behörde NTSB kommt zum Schluss, dass eine Triebwerksschaufel abbrach und Teile den Rumpf an mehreren Stellen und das Fenster beschädigten. Im Triebwerk fanden Ermittler Vogelreste, doch Tsiaras erklärte der Bild: „Wir gehen davon aus, dass Vögel diesen drastischen Schaden allein nicht verursacht haben können.“

Ob Ryanair, Boeing, Wartungsunternehmen oder der Triebwerkshersteller beklagt werden, hänge laut Tsiaras vom Abschlussbericht ab. Ungeklärt blieb bislang, ob Ryanair alle Wartungsintervalle einhielt. Auch Materialermüdung an der Schaufel gilt als mögliche Ursache. Ryanair will sich erst nach Abschluss der NTSB-Untersuchung äußern, heißt es. Die betroffene Boeing 737-800 ist laut Airline 18 Jahre alt.

Griechischer Anwalt vertritt Passagiere des Horrorflugs – es könnte sehr teuer werden

Tsiaras sagt: „Ob wir gegen Ryanair, Boeing, die Wartungsunternehmen oder den Triebwerkshersteller vorgehen – oder gegen mehrere der genannten Unternehmen –, können wir erst mitteilen, wenn der Abschlussbericht der Experten zur Ursache des Triebwerksschadens vorliegt.“

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