Samsung macht über 99 Prozent seines Gewinns mit Speicher
Inhaltsverzeichnis close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Bei Samsung Electronics geht die Schere zwischen der Speichersparte und anderen Geschäftsbereichen immer weiter auseinander. Inzwischen machen Arbeitsspeicher (DRAM) und NAND-Flash-Bausteine unter anderem für SSDs über 99 Prozent des gesamten Betriebsgewinns aus: 89,2 Billionen Won (KRW) kommen aus der Sparte Device Solutions, die größtenteils aus der Speicherherstellung besteht. Aktuell umgerechnet sind das gut 54 Milliarden Euro. Weiterlesen nach der Anzeige Konzernweit meldet Samsung umgerechnet 104 Milliarden Euro Umsatz, 54,3 Milliarden Euro Betriebsgewinn und 43,5 Milliarden Euro Nettogewinn. Allein der Umsatz mit Speicher steigt im Jahresvergleich um 471 Prozent, binnen eines Quartals um 62 Prozent. Chipfertigung zieht Speicher runter Bei umgerechnet gut 77 Milliarden Euro Umsatz mit Halbleitern schafft Samsung Device Solutions 70 Prozent Bruttomarge. Der Wert ist niedriger als beim größten Konkurrenten SK Hynix (83 Prozent), weil zu Samsungs Halbleitersparte auch die Chipauftragsfertigung zählt. Die sogenannte Foundry macht allerdings „nur“ vier Milliarden Euro Umsatz und gilt als kaum profitabel. Die Auslastung soll jetzt steigen, unter anderem weil High-Bandwidth Memory 4 (HBM4) für KI-Beschleuniger den eigentlichen Speicher und die Ansteuerungslogik aufteilt. Samsung Foundry kann folglich die sogenannten Basis-Dies herstellen. Außerdem spült eine Kooperation mit Broadcom umgerechnet bis zu 175 Milliarden US-Dollar bis ins Jahr 2030 in die Kasse. Samsung folgt derweil dem Industrietrend für fünfjährige Langzeit-Speicherlieferabkommen. Mit den „fünf weltweit größten Rechenzentrenkunden“ sollen bereits Verträge existieren, Gespräche mit fünf weiteren Großkunden laufen laut eigenen Angaben. Gerätesparte mit roten Zahlen Weiterlesen nach der Anzeige Die Unternehmensschwester Samsung Device Experience rund um Galaxy-Smartphones, Smartwatches, Smart-TVs und Haushaltsgeräte macht zwar weiter ordentlich Umsatz, sackt jedoch ins Minus ab: Der Hersteller nennt eine halbe Milliarde Euro Betriebsverlust bei 29 Milliarden Euro Umsatz. Samsung macht steigende Komponentenkosten und eine abebbende Nachfrage verantwortlich. Schon lange ist klar: Die Speichersparte gewährt der Geräteschwester keine großen Preisnachlässe, um die eigenen Zahlen zu maximieren. Die Display-Gruppe (Samsung Display Corporation) und die Audiotochter Harman sind im Vergleich winzig. Sie machen zusammen keine ganze Milliarde Euro Betriebsgewinn, sind beide aber profitabel. Börsensturz verhindert Konkrete Ausblicke aufs neue Quartal geben asiatische Firmen traditionell nicht ab. In Anbetracht des Ausverkaufs in den letzten Wochen haben die Börsen Samsungs Geschäftsbericht gut aufgenommen: An der Korea Stock Exchange (KRX) schloss die Aktie mit minus 0,7 Prozent ab. Der hier gehandelte Hinterlegungsschein ist minimal im Plus. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.