Samsung: Speicherkrise verschärft sich 2027
Samsungs Speicherchef Jaejune Kim zeichnet ein abermals düsteres Bild, was die Verfügbarkeit von DRAM wie DDR5 und NAND-Flash für SSDs angeht. Anhand aktueller Einblicke bezweifelt er, dass sich die Liefersituation bis 2028 signifikant verbessert. Weiterlesen nach der Anzeige Schlimmer noch: „Aufgrund der bei uns eingehenden Anfragen von Kunden dürfte sich die ungedeckte Nachfrage aus diesem Jahr auf das nächste Jahr übertragen.“ Die Lieferengpässe sollen deswegen 2027 noch gravierender ausfallen. Das sagte Kim in der Analystenkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen (Transkript bei Seeking Alpha). Auch Samsung schließt immer mehr bis zu fünf Jahre lange Lieferabkommen ab, sollte also den groben Bedarf bis ins nächste Jahrzehnt hinein abschätzen können. Die Abkommen sollen auch den typischen „Schweinezyklus“ abschwächen, bei dem sich bisher traditionell Unter- und Überangebot abgewechselt haben. Eine Rückkehr zu den Speicherpreisen von 2025 erscheint daher zusehends unwahrscheinlicher. Neue Halbleiterwerke brauchen drei Jahre Schuld für die Lieferengpässe bis ins Jahr 2028 hinein sind die langen Vorlaufzeiten neuer Halbleiterwerke. Kim beziffert die benötigte Zeit vom Baubeginn bis zur tatsächlichen Wafer-Produktion auf drei Jahre. Vor allem die abschließende Spezifizierung der Reinräume und das Hochfahren der Serienproduktion dauern lange, typischerweise mehr als ein Jahr. Von der ersten Belichtung bis zum fertigen Chip vergehen dann auch noch mal mehrere Monate. Weiterlesen nach der Anzeige Bis 2024 haben Speicherhersteller noch massiv Minus gemacht, weil ein Überangebot die Preise unter die Profitabilitätsgrenze gedrückt hat. Dadurch haben Samsung, SK Hynix, Micron und andere Hersteller Neubauten verzögert oder ganz verschoben. Genau das fällt der Industrie jetzt auf die Füße. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.