Sandra Bullock: Schauspielerin spricht erstmals über Tod ihres Partners Bryan Randall
Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. Bullock war nun zu Gast im Podcast »SmartLess« von Jason Bateman, Will Arnett und Sean Hayes, die Folge wird am 24. August veröffentlicht. Für spezielle Abonnenten war sie vorab hörbar, US-Medien zitieren daraus. Randall habe sie gebeten, seine »traumatische« ALS-Diagnose geheimzuhalten, sagte Bullock nun. »Ich durfte nicht darüber sprechen. Das war die Bitte, und ich habe versucht, mich daran zu halten – ich habe sie respektiert.« Sie wisse, warum Randall sie darum gebeten habe. Aber besonders mit Blick auf die damalige Coronapandemie habe es sie »isoliert«, die »enorme Last« seiner Diagnose zu tragen. Ihre Schwester sei »eine Zeit lang« die einzige Person gewesen, der sie sich anvertraut habe, sagte Bullock. Später habe sie auch mit Freunden über die Diagnose gesprochen, darunter Jennifer Aniston und Batemans Frau Amanda Anka. »Als die körperlichen Beschwerden dann noch mit dem Mentalen einhergingen (…) war das eine ziemlich düstere Dreifachbelastung.« »Ich habe schon vier Jahre vor seinem Tod angefangen, um Bryan zu trauern«, sagte Bullock und erklärte, er sei »die Hälfte unserer Beziehung krank gewesen«. Ihr geliebter Mensch sei viel früher gegangen als sein Körper. »Ich glaube, ich habe mich damit erst nach seinem Tod wirklich auseinandergesetzt.« Bullock und Randall kümmerten sich gemeinsam um ihren Sohn und ihre Tochter sowie um seine Tochter aus einer früheren Beziehung. Bullock sagte nun, sie selbst könne gut mit Krankheiten umgehen, sie machten ihr keine Angst. Sie könne so gut wie alles ertragen – aber sie habe kleine Kinder gehabt, die damit zurechtkommen mussten. Bullock wurde mit Filmen wie »Speed« und »Während du schliefst« bekannt. 2010 gewann sie für »Blind Side – Die große Chance« den Oscar. Im September erscheint »Practical Magic 2«. In der Fortsetzung der Hexenkomödie sind sie und Kollegin Nicole Kidman wieder als »Zauberhafte Schwestern« zu sehen.