Sängerin im Alter von 70 Jahren gestorben
»Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Cassandra Wilson bekannt, der Grammy-Preisträgerin und legendären Jazzkünstlerin. Cassandra Wilson ist friedlich zu Hause im Kreise ihrer Familie, enger Freunde und ihres Managers verstorben«, hieß es in einer Erklärung ihres Managers gegenüber dem Jazzradiosender WBGO.
Die zweimal mit dem wichtigen Grammy-Musikpreis ausgezeichnete Künstlerin wurde 1955 als Tochter des Musikers Herman B. Fowlkes und der Lehrerin Mary Fowlkes in Jackson in Mississippi geboren. Im Alter von sechs Jahren nahm sie Klavierunterricht, später spielte sie Klarinette und Gitarre. Während ihres Studiums am Millsaps College und an der Jackson State University trat sie zunächst mit Cover-Bands auf.
In New York wurde sie zunächst Mitglied des Jazzkollektivs M-Base um den Saxofonisten Steve Coleman bekannt. 1992 unterschrieb die Sängerin einen Vertrag bei Blue Note Records und veröffentlichte ein Jahr später das Album »Blue Light 'Til Dawn«.
Ihre tiefe Stimme und ein Stil, der Jazz mit Blues, Folk und anderen Musiktraditionen verbindet, zeichneten Wilson aus. Im Jahr 2001 wurde sie vom »Time Magazine« als beste Sängerin Amerikas bezeichnet.