Sängerin Kerstin Ott spricht über ihre Brustentfernung
Mit ihrem Mega-Hit „Die immer lacht“ wurde Sängerin Kerstin Ott (44) quasi über Nacht zum Star und ist aus der deutschen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Kürzlich machte sie eine persönliche Erfahrung öffentlich: Die Musikerin ließ sich ihre Oberweite entfernen. Ein Schritt, über den sie bisher nicht groß geredet hat.
BUNTE.de sprach mit Ott bei der Verleihung der „Goldenen Henne“ in Leipzig: „Ich finde es auch wichtig, das ist keine Verkleinerung, sondern eine ganze Mastektomie gewesen. Einfach aus der Tatsache, weil in meiner Familie auch Brustkrebs ist und mich die sowieso immer gestört haben.“
Sarah Wiener, Felix Lobrecht & Co.
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Kerstin Ott: Eingriff lange überlegt
Ihre Oberweite sei Ott „nie wichtig gewesen“. Im Gegenteil: Vielmehr habe sie sich daran gestört. Die Operation fand bereits in ihren Dreißigern statt. Sie war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis eines längeren Prozesses. Die Angst vor einer Erkrankung habe sie immer begleitet.
Der Eingriff war ihr Versuch, die Kontrolle wiederzuerlangen und ihr Krebsrisiko zu minimieren. Das bessere Körpergefühl war somit nur ein willkommener Nebeneffekt. Die Musikerin weiß, dass diese Operation nicht jeder nachvollziehen kann. Sie zu BUNTE.de: „Es stößt immer so ein bisschen auf: 'Oh, wie kann man denn so etwas machen?' Aber letztendlich ist meine Antwort darauf, dass es mein Körper ist. Und dass es einfach völlig egal ist, was andere dazu zu sagen haben.“
Erstmals über den Eingriff gesprochen hatte die Künstlerin im Podcast „Zwischen den Zeilen“ von Moderatorin Bettina Böttinger (70). Dort sagte sie: „Es ist dein Körper. Du bist der Mensch, der darüber entscheidet. Nicht dein Ehepartner und nicht die Menschen, die von außen draufgucken.“
Ihre Ehefrau Karolina, mit der sie seit 2017 verheiratet ist, habe auf den operativen Eingriff „genau so reagiert, wie man es erwartet“. Karolina könne es sich heute „gar nicht mehr anders vorstellen“.