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Sanktionen: Medwedew fordert „direkte militärische Abschreckung“ wegen „russophober Grausamkeiten“

Welt

Als Reaktion Moskaus auf die neuen US-Sanktionen gegen Russland hat der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew eine „militärische Abschreckung“ gefordert. Selbst über den Ozean hinweg werde „nur die Sprache der direkten militärischen Abschreckung“ gehört, erklärte der heutige Vize-Chef des Nationalen Sicherheitsrates am Samstag mit Blick auf Washington im Onlinedienst Telegram. Die Antwort Russlands auf „russophobe Grausamkeiten wie das Gesetz des toten Terroristen Graham“ müsse daher entsprechend hart ausfallen. Nähere Angaben dazu machte Medwedew nicht.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Das nach dem im Juli verstorbenen US-Senator Lindsey Graham benannte Paket sieht unter anderem Einreiseverbote für Kreml-Chef Wladimir Putin und eine Reihe von russischen Militärvertretern vor. Auch ihr Vermögen in den USA wird eingefroren. Zudem zielt das Paket auf den russischen Energiesektor ab.

Seit Beginn der russischen Offensive gegen die Ukraine bezeichnet Moskau regelmäßig Unterstützer Kiews als „Terroristen“. Medwedew, der von 2008 bis 2012 russischer Präsident war, attackiert die Ukraine und den Westen regelmäßig in Onlinemedien.

„Verrückte Gynäkologin“

So bezeichnete er etwa EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im August als „verrückte Gynäkologin“. Kurz zuvor hatte von der Leyen bekannt gegeben, dass die Europäische Union 1,4 Milliarden Euro aus den Zinserträgen eingefrorener russischer Zentralbankvermögen als Ukraine-Hilfe überweisen werde.

Im Juni veröffentlichte er ein KI-generiertes Video, in dem er ein Bild unter anderem von Bundeskanzler Friedrich Merz schredderte. Dazu schrieb er: „Kein Feind kann das Wachstum und den Wohlstand unseres Vaterlandes aufhalten.“

Während Kritiker in den heftigen Attacken den Versuch sehen, politisch relevant zu bleiben, deuten andere Beobachter seine Rhetorik als Spiegelbild des Denkens im Kreml.

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