DAX -0,35 % 26.299,74 Pkt 18:00:00 MDAX +0,12 % 32.264,86 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.545,47 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,09 % 53.839,99 Pkt 22:39:34 S&P 500 +0,92 % 7.798,99 Pkt 22:35:03 Nasdaq +1,35 % 26.803,03 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 68.814,82 Pkt 03:59:30 Gold -0,83 % 4.372,20 USD 04:04:34 Silber -2,39 % 63,99 USD 04:04:31 Brent -2,70 % 86,58 USD 04:03:56 WTI -2,94 % 80,82 USD 04:04:28 Bitcoin +0,08 % 63.467,04 USD 04:14:33 EUR/USD +0,08 % 1,15390 USD 04:14:24 EUR/GBP +0,14 % 0,85510 GBP 04:14:35 EUR/CHF +0,16 % 0,93890 CHF 04:14:35 EUR/JPY +0,13 % 183,916 JPY 04:14:36

SAP-Chef verdient fast 30.000 Euro pro Tag - und das 106-Fache der Beschäftigten

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Startseite Wirtschaft SAP-Chef verdient fast 30.000 Euro pro Tag – und das 106-Fache der Beschäftigten Von: Björn Hartmann Uns auf Google folgen Aktionärsschützer untersuchen Bezüge der Dax-Chefs: Sie verdienen durchschnittlich 42-mal so viel wie die Beschäftigten – und dennoch deutlich weniger als die Kollegen aus den USA. Wieder haben es zwei geschafft. Christian Klein, Chef des Software-Konzerns SAP, und Christian Sewing, Deutsche-Bank-CEO, knackten 2025 die Zehn-Millionen-Marke bei den Bezügen. Die beiden Topverdiener von 2024 rutschten im Vergütungsreport der Aktionärsschützer vom DSW ab. Insgesamt gab es mehr Geld für Spitzenmanager der größten börsennotierten Firmen im Deutschen Aktienindex Dax. Und die Ungleichheit ist gestiegen. SAP-Chef Klein erhielt 2025 insgesamt 10,851 Millionen Euro oder 29.728,77 Euro am Tag. Ein Jahr zuvor stand er mit 9,268 Millionen Euro auf Rang 4. Sewing von der Deutschen Bank verbesserte sich mit 10,501 Millionen Euro von Rang 3 auf Rang 2. VW-Lenker Oliver Blume, zwei Jahre lang gehaltsmäßig jenseits der Zehn-Millionen-Grenze rutschte mit 8,956 Millionen Euro auf Rang 6 ab. Auch Bjørn Gulden, der den Sportartikelhersteller Adidas leitet, schaffte es nicht mehr über die Marke. 9,83 Millionen Euro reichten für Rang 3. Ganz am Ende der Vergütungstabelle für 2025 findet sich Jens Birgersson, Chef des Chemikalienhändlers Brenntag. Er verdiente mit 1,095 Millionen Euro knapp ein Zehntel dessen, was SAP-Chef Klein erhielt. Das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland betrug dem Statistischen Bundesamt zufolge 54.066 Euro. Topmanager Vergütung: „Zehn-Millionen-Euro-Grenze als wichtige Schallmauer“ „Als DSW sehen wir die Zehn-Millionen-Euro-Grenze als wichtige Schallmauer, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Was Vorstandsmitglieder erhielten, sei ein wichtiger Indikator für den sozialen Frieden im Land. „Eine hohe Vergütung kann angemessen sein, wenn sie Ausdruck außergewöhnlicher Wertschaffung ist. Sie verliert jedoch zu Recht ihre Akzeptanz, wenn Leistung und Vergütung auseinanderlaufen.“ Aber: „Führung hat ihren Preis.“ Seit 2000 lässt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) untersuchen, was die Topmanager der Dax-Konzerne verdienen. Dabei helfen Fachleute der Technischen Universität München von den Lehrstühlen für Controlling und Financial Accounting. Sie werten dazu unter anderem die Geschäfts- und Vergütungsberichte der Unternehmen aus. Die Experten betrachten nicht nur das fixe Grundgehalt, denn ein Teil der Vergütung richtet sich meist danach, ob bestimmte Ziele erreicht werden: etwa steigender Aktienkurs, mehr Umsatz, radikaler Umbau, seltener mehr Einsatz Künstlicher Intelligenz. Arbeitet der Manager gut, so die Theorie, profitieren dann Aktionäre ebenso wie die Belegschaft. Am meisten verdiente der Vorstand der Deutschen Bank. Jedes Mitglied erhielt 2025 im Schnitt 7,461 Millionen Euro, 2,6 Prozent mehr als 2024. Das größte Plus zum Vorjahr verzeichnete Siemens Energy. Beim Turbinen- und Windanlagenbauer stiegen die durchschnittlichen Bezüge um 176,7 Prozent auf 3,441 Millionen Euro. Weil der Konzern eine Bundesbürgschaft vorzeitig ablöste, konnte er wieder variable Vergütungen zahlen, die vorher ausgeschlossen waren. Die Bosse der Autobauer büßen Geld ein Den größten Einbruch gab es mit minus 18,8 Prozent auf 3,535 Millionen Euro bei Mercedes-Benz. Die Luxusstrategie des Autobauers erwies sich als nicht so tragfähig wie gedacht. Über alle Dax-Konzerne gab es in den Vorständen im Schnitt 3,909 Millionen Euro, ein nominales Plus von 4,0 Prozent, etwas weniger als das allgemeine Lohnplus von 4,2 Prozent in Deutschland. Wie jedes Jahr sahen sich die Wissenschaftler:innen auch an, wie weit sich die durchschnittliche Vergütung der Vorstandsmitglieder von dem entfernt hat, was die Beschäftigten so verdienen. Bei Adidas bekommen die Topmanager das 106-Fache dessen, was der Konzern im Schnitt für die Mitarbeiter aufwendet. VW folgt mit dem 75-Fachen auf Rang 2, vor Fresenius mit dem 70-Fachen. Im Dax-Schnitt zahlten die Konzerne den Topmanagern das 42-Fache, mehr als 2024. Die Ungleichheit steigt. Am wenigsten klaffen die Durchschnittsbezüge bei der Porsche SE auseinander. Hier beträgt der Faktor 3. Die Holding der Familien Porsche und Piëch zahlt Vorstandsmitglieder im Vergleich zu anderen im Dax recht wenig, den Beschäftigten mit im Schnitt fast 600.000 Euro dafür mit Abstand das meiste unter den untersuchten Firmen. Porsche SE beschäftigt rund 50, Adidas fast 65.000 Menschen. Chef der Investmentbank Goldman Sachs verdient 105,3 Millionen Euro Im internationalen Vergleich wird mehr gezahlt. Unter den Lenkern im Eurostoxx 50, in dem die größten börsennotierten Unternehmen Europas erfasst sind, erhielt Michel Doukeris mit 63,9 Millionen Euro am meisten. Mit 33,2 Millionen Euro folgt Francesco Milleri vom Luxusgüterkonzern Essilor Luxottica. SAP-Chef Klein kommt hier auf Rang 6. Höhere Summen werden in den USA gezahlt. Topverdiener im Dow-Jones Industrial Average war 2025 David M. Salomon. Der Chef der Investmentbank Goldman Sachs bekam umgerechnet insgesamt 105,3 Millionen Euro. Das entspricht 288.493,15 Euro pro Tag. Microsoft-CEO Satya Nadella landete mit 85,5 Millionen Euro auf Rang 2. Allerdings bekommen die Topmanager in der Regel nur ein geringes festes Gehalt. Fast 80 Prozent der Vergütung sind variabel und richten sich langfristig im Wesentlichen nach dem Aktienkurs. Und für meisten US-Firmen lief es da 2025 besonders gut. Offenbar sind die hohen Vergütungen im Ausland ein Grund dafür, dass nicht-deutsche Vorstandsmitglieder mit 4,175 Millionen Euro im Schnitt mehr verdienen als ihre deutschen Kollegen mit 3,808 Millionen Euro. Offenbar zählt nicht nur die interessante Aufgabe. Auch finanzielle Anreize sind nötig, um zu locken.

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