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„Sarah Tacke“: 77-Jährige stellt Rentendiskussion mit KI-Statement auf den Kopf

Technologie

KI-Stimme. Info Die Bundesregierung hat klargestellt: Das von der Rentenkommission erarbeitete Paket soll genau so verabschiedet werden, ohne dass sich jemand einzelne Punkte herausgreift, um diese zu verändern. Doch die vorgesehene Abschaffung der Rente mit 63 steht so sehr in der Kritik, dass sie nun offenbar doch infrage steht. Zumindest wenn es nach den drei CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland geht, die im Wahlkampf gegen die Abschaffung Welle machen. Wie unbeliebt die Abschaffung ist, sollen gleich zwei Umfragen zeigen. Beim ZDF-Politbarometer – nur wenige Minuten zuvor im Programm vorgestellt – lehnten 75 Prozent die Abschaffung der Rente mit 63 ab. Sarah Tacke macht in ihrer Talk-Sendung am Donnerstagabend dieselbe Umfrage einfach nochmal – diesmal lehnen sie nur 57 Prozent ab. Wenn Tacke den Zuschauern endgültig beweisen wollte, wie wenig repräsentativ und damit unsinnig ihre Live-Umfragen sind, dann ist das hiermit gelungen. Auch interessant „Sarah Tacke“ zur Rente: 31-Jähriger hält Abschaffung für alternativlos Der größte Verteidiger des Rentenpakets ist an diesem Abend Pascal Reddig (CDU), der mit seinen 31 Jahren so weit von der eigenen Rente entfernt ist wie Sarah Tacke von einer seriösen Umfrage. Trotzdem kennt er sich als stellvertretender Vorsitzender der Rentenkommission exzellent mit dem Thema aus. Ihm zufolge führe kein Weg an der Abschaffung vorbei, da die Rente mit 63 für den Staat „relativ teuer und verhältnismäßig wenig zielgenau“ sei. Denn viele, die mit 63 in Rente gehen, seien Gutverdienende, die dadurch länger aus den Rentenkassen bezahlt würden, obwohl sie es gar nicht nötig hätten. Das will Ines Schwerdtner, Co-Vorsitzende der Linken, die auf der Rente mit 63 beharrt, nicht so stehen lassen: „Viele Menschen sagen: Nach 45 Beitragsjahren ist es mein gutes Recht. Ich habe lang genug eingezahlt, ich habe viel geleistet für diese Gesellschaft. Ich habe jetzt das Recht aufzuhören.“ Schwerdtner: „Sie können nicht einfach so tun, als seien diese Vorschläge jetzt so perfekt“ Schwerdtner stört sich auch daran, dass die Vorschläge der Rentenkommission nun als so unabänderlich dargestellt werden. „Sie können nicht einfach so tun, als seien diese Vorschläge jetzt so perfekt“, wirft sie Reddig vor. Sowohl die Bürger, die durch Umfragen ihren Unmut kundtun, als auch das Parlament hätten das Recht, die Vorschläge der Kommission zu hinterfragen. Zumal die Kommission laut Schwerdtner ohnehin nicht ausgeglichen besetzt gewesen sei. So seien zum Beispiel die Stimmen von Menschen in Altersarmut zu kurz gekommen. Reddig verteidigt die Rentenkommission, der er angehörte. Man habe Gewerkschaften und auch Opferverbände angefragt und sich Stellungnahmen zusenden lassen: „Also es war nicht so, dass da irgendwo Elfenbeinturm gearbeitet wurde, sondern wir haben ganz viele Vorschläge auch mit aufgenommen.“ Rente – weitere spannende Artikel: Wirtschaftsweise Grimm ist für die Diskussion wenig bereichernd So arbeiten sich die Politiker gemeinsam mit Moderatorin Tacke und der Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm durch die einzelnen Punkte. Tacke ordnet dabei, wo es sein muss, und bremst die Politiker, wenn sie in ihrer Argumentation abschweifen. Grimm hingegen liefert kaum Impulse, sondern unterstützt meistens die Argumentation von Reddig. Das ist allerdings auch kein Wunder, da sie als Ökonomin der marktliberalen Strömung angehört und damit ohnehin Staatsausgaben kritisch sieht. Sie hätte es als Diskussionsteilnehmerin nicht gebraucht. Zum einen weil ihr Alleinstellungsmerkmal als Expertin in der Runde den Zuschauern vorgaukelt, dass ihre Expertise die Meinung „der Wissenschaft“ darstellt. Zum anderen, weil sich der junge Reddig argumentativ sehr gut selbst zu helfen weiß und Grimms Hilfe gar nicht braucht. „Working Silverlady“ stellt Diskussion auf den Kopf Viel gewinnbringender ist da der Auftritt der 77‑jährigen Angelika Kindt, die sich selbst als „Working Silverlady“ bezeichnet und auch in diesem Alter noch gerne arbeitet. Dabei gibt Kindt unter anderem Workshops zu Künstlicher Intelligenz (KI). Es wirkt etwas absurd, als ausgerechnet sie die anderen Gäste an die fortschreitende Entwicklung von KI erinnert: „Es wird ja gar nicht darüber nachgedacht: Die ganze Arbeitswelt wird sich komplett verändern.“ Diese Veränderungen hätten bereits begonnen: „Inzwischen werden hauptsächlich Menschen 50 plus entlassen, die so gut wie kaum noch Chancen haben, wieder einzusteigen“, sagt Kindt. Sie stellt deshalb die Fokussierung auf Rentenalter und Beitragsjahre infrage, die zuvor die gesamte Diskussion geprägt hatte. Doch dieser Impuls wird kaum aufgegriffen. Reddig appelliert an die Verantwortung der Unternehmen, was in diesem Moment etwas hilflos wirkt. Grimm geht noch am ehesten auf Kindts Sorgen ein und stellt die Wichtigkeit vT

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