Satellitenbilder enthüllen: Russland baut geheime Basis für Kampfdrohnen auf der Krim
Russland baut im Ukraine-Krieg seine militärische Präsenz nicht nur an der Nato-Ostflanke, sondern auch auf der von ihr besetzten Halbinsel Krim Berichten zufolge offenbar weiter aus. Aktuelle Satellitenbilder sollen zeigen, dass nahe der küstennahen Siedlung Novoozerne im Westen der 27.000 Quadratkilometer großen Krim vor Kurzem neue Hangars errichtet wurden. Vermutlich dienen sie als Stützpunkt für den Bau von autonomen Schiffsdrohnen, die über dem Wasser fahren und so ukrainische Schiffe attackieren sollen.
Wie das litauische Nachrichtenportal „Delfi“ unter Berufung auf „RBC-Ukraine“ und die ukrainische Recherchegruppe „CyberBoroshno“ berichtet, deuten aktuelle Satellitenaufnahmen aus dem All auf diese gezielte Aufrüstung hin. Bislang spielten eigene Drohnensysteme aufseiten der russischen Flotte im Schwarzen Meer eine eher untergeordnete Rolle.
Standort der Drohnen-Hangars liegt günstig am Donuslaw-See
Wie „Delfi“ weiter schreibt, befinden sich die neu errichteten Hallen am Ufer des Donuslaw-Sees, einer Meerenge, die ins Schwarze Meer mündet. Der See im Westen der Krim verfügt über eine direkte Verbindung zum offenen Meer, was den Drohnen einen schnellen Zugang zu ukrainischen Schiffen ermöglichen soll. Nach Einschätzung von Militärexperten eignen sich die geschützten Gebäude perfekt für die Wartung und Lagerung der Schiffsdrohnen.
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Mit diesem Bauprojekt könnte Putin auf die erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffe der vergangenen Monate reagieren. Nach Ansicht von Beobachtern befindet sich das russische Militär derzeit vermutlich in einer Testphase für neue Waffensysteme. Der rasche Aufbau der Infrastruktur deutet darauf hin, dass die russischen Streitkräfte eventuell einen künftigen Masseneinsatz von Seedrohnen vorbereiten.