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Saudi-Arabien: Anthropic-Dienst Claude lenkt Huthi-Rebellen ins Ziel

Technologie

Huthi-Miliz

KI-Agent lenkt Raketen ins Ziel

Von t-online, afp, reuters

13.10.2026 - 10:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Die radikalislamischen Huthis bauen auf KI bei ihren tödlichen Angriffen auf Saudi-Arabien. Dessen Verbündete zögern mit der Hilfe – trotz eines Beistandspakts.

Die Huthi-Rebellen im Jemen nehmen seit Wochen Ziele in Saudi-Arabien ins Visier. Zuletzt schlugen Raketen im Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad ein. Nun deuten Medienberichte darauf hin, dass die Rebellen den KI-Dienst Claude des US-Unternehmens Anthropic nutzen. Das berichtete die britische Zeitung "Daily Mail"

Demnach berichtet Anthropic selbst über eine Studie unter dem Titel "Zerschlagung einer im Jemen ansässigen Zelle für die Entwicklung gelenkter Waffensysteme". Der Dienst Claude nutzt Künstliche Intelligenz (KI) um Textanalysen zu erstellen. Demnach trugen die Huthi-Rebellen mit KI die Daten zur Raketenforschung zusammen.

Laut Anthropic-Analyse bündelten die Huthis Daten zur Ballistik, öffentlich zugänglichen Flugsimulatoren und Echtzeitdaten der Raketen im Flug. "Selbst als Anthropic erkannte, dass ihre Software auf diese Weise genutzt wurde, waren die Angreifer in der Lage, das Gelernte zu nutzen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen."

Pakistan und Türkei halten sich zurück

Mit den Angriffen auf Riad untergraben die Huthis auch den saudischen Versuch, seine Wirtschaft auf eine Zeit nach dem Ölboom auszurichten. So sollte in dieser Woche das sogenannte Wirtschaftstreffen Davos am Golf stattfinden, ein hochrangiges Forum für Manager und Geschäftsleute. Doch sagten führende Businessvertreter ihre Teilnahme nach Angriffen ab.

Medien berichteten, dass selbst der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman vornehmlich in Bunkern unterauche.

Die Huthis werden in ihrem Kampf vom Iran unterstützt. Saudi-Arabien hatte erst im August den sogenannten Mekka-Pakt mit der Türkei und der Atommacht Pakistan besiegelt. Dabei geht es um eine Art Mini-Nato am Golf mit gegenseitigen Beistandsverpflichtungen.

Doch hatten sich die Türkei und Pakistan erst in der Vorwoche nach längerem Zögern verpflichtet, Truppen nach Saudi-Arabien zu verlegen. An den saudischen Angriffen auf die Huthis im Nachbarland Jemen wollten sie sich aber nicht beteiligen. Die Türkei fürchtet um ihre guten Beziehungen zu Iran, Pakistan um seine mögliche Vermittlerrolle im Krieg zwischen dmn US-Präsidenten Donald Trump und dem Regime in Teheran.

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