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Saudi-Arabien: Huthis greifen Flughafen in Riad an - Pilot stirbt

Welt

Konflikt weitet sich aus

Huthis greifen Saudi-Flughafen an – Pilot stirbt

Von dpa, t-online

09.10.2026 - 10:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Huthis und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

Der Konflikt zwischen der Huthi-Miliz und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen droht weiter zu eskalieren. Die Huthi-Miliz reklamierte erneut einen Angriff auf den Flughafen King Chalid in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für sich. Der Militärsprecher der Huthis, Jahja Sari, sagte, die Miliz habe eine ballistische Rakete auf den Flughafen King Chalid in Riad abgefeuert.

Nach Angaben aus Saudi-Arabien wurden mehrere Geschosse abgewehrt. Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. Aufnahmen zeigten ein brennendes Passagierflugzeug. Augenzeugen berichteten von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad.

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Die saudi-arabische Luftfahrtbehörde erklärte später, bei zwei Angriffen auf den Flughafen seien drei saudi-arabische Staatsbürger getötet und mehrere verletzt worden. Unter den Toten sei auch ein Pilot.

Der Flughafenbetrieb sei inzwischen wieder aufgenommen worden. Der Flugverkehr laufe normal, teilte die Behörde mit. Sie arbeite mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen, um die Schäden zu bewerten und die Sicherheit des Flugverkehrs zu gewährleisten.

Zwei auf Riad abgefeuerte Raketen und eine weitere auf Chamis Muschait im Südwesten des Landes seien abgefangen worden, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad.

Der saudische Zivilschutz meldete, dass durch herabfallende Trümmerteile Sachschäden an einem Kindergarten und einem Klinikkomplex in Riad entstanden seien. Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen.

Warnungen für Fluggesellschaften und Ölanlagen

Die vom Iran unterstützten Huthis warnten zugleich davor, dass alle Ölanlagen des Nachbarlandes Ziele ihrer Angriffe werden könnten. Die Miliz hatte in der Vergangenheit bereits Angriffe auf Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Saudi-Arabien für sich beansprucht.

Auch Fluggesellschaften wurden von den Huthis erneut dazu aufgerufen, Flüge nach Saudi-Arabien einzustellen. Ausgenommen seien lediglich die Gebiete über den heiligen Städten Mekka und Medina.

Die Airlines der Lufthansa Group setzten ihre Flüge in die saudi-arabische Hauptstadt Riad daraufhin vorübergehend aus. Die Verbindungen würden bis einschließlich 16. Oktober gestrichen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Saudi-Arabien macht die Huthi immer wieder für Angriffe auf zivile Ziele im Königreich verantwortlich und fliegt seinerseits Luftangriffe auf Stellungen der Miliz im Jemen. Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörden wurden bereits am Dienstag und Mittwoch die Flughäfen von Riad und Abha im Südwesten des Landes angegriffen. Dabei seien insgesamt drei Menschen getötet worden. Die Huthis reklamierten beide Angriffe für sich.

Huthis melden Angriffe in Hudaida

Unterdessen berichtete der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah von saudischen Luftangriffen auf den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida sowie auf weitere Gebiete. Bewohner der Stadt berichteten der dpa von heftigen Explosionen und Rauchwolken in der Nähe des Hafens von Hudaida. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens dazu lag zunächst nicht vor.

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