Saudi-Arabien: Mindestens 12 Tote bei Huthi-Angriff auf Flughafen in Riad
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Riad (Saudi-Arabien) – Es ist der dritte Angriff innerhalb von einer Woche auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Und der bis dato tödlichste! Bei einem erneuten Raketen-Angriff der Huthi-Miliz auf den King Khalid International Airport sind diesmal mindestens zwölf Menschen getötet und 309 weitere verletzt worden. Das teilte die saudi-arabische Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Sonntag mit. Es ist die höchste Opferzahl in Saudi-Arabien seit Beginn des Iran-Kriegs im Februar.
US-Amerikaner unter den Opfern
Unter den Toten befinden sich der Behörde zufolge vier Menschen aus Saudi-Arabien, zwei aus Bangladesch sowie jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien sowie aus dem Sudan und Palästina. Die Raketen schlugen am Samstag auch in einem der Passagierterminals ein! Der saudische Militärsprecher Turki al-Maliki (52) verurteilte die Angriffe bei X als „regelrechtes Kriegsverbrechen“ und kündigte eine Reaktion an.
Schon zu den ersten beiden Angriffen hatte sich die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz bekannt. Diplomatenkreise machen die Terroristen auch für die Attacke vom Samstag verantwortlich. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.
Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag getroffen worden. Dabei wurden nach saudi-arabischen Angaben drei Menschen getötet und ein Flugzeug beschädigt. Deutschland und andere westliche Länder raten inzwischen von einer Nutzung des Flughafens ab.
Saudi-Arabien unterstützt Bodenoffensive im Jemen
Hintergrund der Angriffe ist die militärische Eskalation zwischen den Huthis und den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen. Die Huthis kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Saudi-Arabien fliegt dabei immer wieder auch Luftangriffe im Nachbarland. So auch derzeit, um eine Bodenoffensive der jemenitischen Regierung zu unterstützen. Die Terror-Miliz hatte daraufhin den saudi-arabischen Luftraum zum militärischen Operationsgebiet erklärt. Zuletzt konnten die Terroristen strategisch wichtige Gebiete für sich gewinnen.
USA greifen möglicherweise ein
US-Präsident Donald Trump (80) hat den Angriff am Samstag (Ortszeit) verurteilt. „Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel“, sagte Trump auf dem Regierungsflughafen Joint Base Andrews vor Journalisten. Er werde mit Saudi-Kronprinz Mohammed bin Salman (41) darüber sprechen.
Die USA prüfen, ob sie die Saudis im Kampf gegen die Huthis unterstützen. „Vielleicht. Wir werden uns das anschauen“, sagte Trump dem Sender CBS News. US-Außenminister Marco Rubio schrieb bei X: „Diese verwerflichen Angriffe zeugen von einer eklatanten Missachtung des Lebens unschuldiger Zivilisten. Sie müssen sofort aufhören.“ Die USA stünden an der Seite Saudi-Arabiens, fügte Rubio hinzu.