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Sauerländer verkaufen Opas Hörgerät bei Bares für Rares: Preis explodiert

Nation

Was haben wir bei „Bares für Rares“ nicht schon alles gesehen. Seltene Autos, wertvolle Uhren, sogar einen Splitter aus dem Kreuze Jesus, wobei wir den strenggenommen nicht sehen konnten, da er in einem Kruzifix versteckt war. Sei es drum, das, was die Geschwister Margrit Fekeler und Dieter Jesper aus Marsberg im Sauerland mit zu „Bares für Rares“ brachten, war noch mal etwas ganz anderes. Nämlich Opas Hörgerät. „Das ist von unserem Großvater. Ob er es jemals getragen hat, wissen wir nicht“, berichtet Margrit Fekeler. Spannend. Um noch mehr zu erfahren, brauchte es jedoch Sven Deutschmanek. Und der hatte sich wahrlich informiert. So handelte es sich um ein binaurales Hörgerät. Bedeutet: Es war gleichzeitig für beide Ohren. Entstanden sei es ungefähr in der Zeit zwischen 1910 und 1915. „Vermutlich von der Firma Siemens“, so „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek. Spannend: Das Hörgerät war aus Metall gefertigt, dennoch sehr dünn gearbeitet, damit das Hörgerät nicht zu schwer wurde. 📌 Die Geschichte des Hörgerätes 17.–19. Jahrhundert: Menschen nutzten zunächst Hörrohre, die Schall auffingen und verstärkten – ähnlich wie ein Trichter am Ohr. Anfang des 20. Jahrhunderts: Mit der Erfindung von Mikrofon und Elektronik entstanden die ersten elektrischen Hörgeräte. Sie waren anfangs noch groß und schwer. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hörgeräte wurden immer kleiner und leistungsfähiger. Moderne Geräte arbeiten digital und können sich automatisch an unterschiedliche Hörsituationen anpassen. Opas Hörgerät sorgt bei „Bares für Rares“ für gute Laune „Es war schon etwas Modernes zu der Zeit und sicherlich auch etwas sehr praktisches. Aber ich kann sagen, wenn man die reintut, ist es nur eine geringe Verstärkung. Und das ist dem Ganzen geschuldet, dass wir nur diese kleinen Trichter haben“, so der Experte. Aber was würde Opas Hörgerät heute noch bringen. Etwa mehr als die 50 Euro, die Margrit Fekeler sich als Mindestpreis gesetzt hatte? „Das machen wir auf jeden Fall. Ich würde sogar noch etwas höher gehen. Irgendwas zwischen 50 und 80 Euro ist hier realistisch“, so Deutschmanek. Ein ordentlicher Preis. Doch davon wollten die „Bares für Rares“-Händler nichts wissen. Die überboten sich nämlich nicht nur in Wortspielen zum Thema „Hören“, sondern auch bei den Geboten. Und so zahlte Markus Wildhagen schlussendlich unglaubliche 210 Euro für Opas altes Hörgerät. Und so bilanzierte David Suppes schlussendlich: „Ich glaube, wir haben jetzt alle Witze, die in Zusammenhang mit Hörgeräten stehen, einmal durch, oder?“

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