SBK Estoril, FP1: Junger Alberto Surra sprengte das Werksduo von Ducati
In Estoril herrscht schönstes Herbstwetter mit Temperaturen um die 20 Grad Celsius, so soll es auch die kommenden Tage bleiben. Von den 22 Superbike-Stammfahrern fehlt lediglich Ducati-Privatier Tarran Mackenzie, der bei seinem Heimrennen in Donington Park im Juli schwer gestürzt ist. Weil die Veranstaltungen in Estoril und Jerez an aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfinden, und der Brite bislang keine ärztliche Freigabe für seine Rückkehr erhielt, springt der Franzose Loris Baz ein und wird die Saison mit dem Team MGM beenden.
Zu Beginn des ersten 45-minütigen Superbike-Trainings am Freitag um 10.20 Uhr Ortszeit, Portugal liegt gegenüber MEZ eine Stunde hinten, hatte es 20 Grad Celsius, die Asphalttemperatur betrug 25 Grad. Nach 13 min sorgte Weltmeister Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) mit 1:35,689 min für die erste nennenswerte Bestzeit und war damit um fast 4/10 sec schneller als der Zweite. Zum Vergleich: Den Pole-Rekord hält Toprak Razgatlioglu (BMW) seit 2025 mit 1:34,203 min, die schnellste Rennrunde drehte Bulega im gleichen Jahr im Sprint in 1:34,973 min.
Zur Halbzeit lagen die Top-10 innerhalb 1 sec, sechs der Top-8 auf einer Ducati. Bis dahin konnten sich nur Alex Lowes (Bimota) und Lokalheld Miguel Oliveira (BMW) dazwischen mischen. In den letzten 10 min wurde das Feld kräftig durcheinandergewürfelt, was damit zu tun hatte, wer mit neuem Hinterreifen auf Zeitenjagd ging und wer nicht. Bulega steigerte sich auf 1:35,546 min – an diese Zeit kam keiner mehr heran.
5 min vor Schluss stürzte Kawasaki-Einzelkämpfer Garrett Gerloff und wurde letztlich Elfter. Ducati-Privatier Alberto Surra aus dem Motocorsa-Team katapultierte sich kurz vor Sessionende auf Platz 2 und sprengte damit das Aruba-Duo Bulega/Lecuona auf den Positionen 1 und 3. Bimota-Werksfahrer Alex Lowes verliert als Vierter bereits über eine halbe Sekunde, Xavier Vierge brachte die beste Yamaha auf Platz 5. Dann folgt ein Ducati-Quartett mit Alvaro Bautista, Sam Lowes, Lorenzo Baldassarri und Yari Montella. BMW-Ass Oliveira schließt die Top-10 ab, Jake Dixon wurde als schnellster Honda-Fahrer 12.