Schäfer rechnet ab: Werner
Ole Werner hat bei RB Leipzig im vergangenen Jahr einen riesigen Umbruch orchestriert, die Sachsen nach einjähriger Abstinenz wieder in die Champions League geführt und zudem einen großen Anteil daran, dass der Klub mit dem Verkauf von Yan Diomande (19) womöglich einen neuen Transferrekord aufstellen wird. Dennoch musste der Trainer gehen. Unter der Anzeige geht's weiter Marcel Schäfer, der Werner immer den Rücken gestärkt hat, geht mit seiner eigenen Vorgehensweise hart ins Gericht. „Die letzten Wochen – und so selbstkritisch muss man sein – waren alles andere als optimal, einfach schlecht. Punkt“, gibt der Sportgeschäftsführer gegenüber der ‚Bild‘ zu Protokoll. Der 42-Jährige führt aus, dass bereits vor Werners Urlaub ein „längeres, vertrauliches Gespräch“ stattgefunden hat, das man im Anschluss fortsetzen wollte. Dazu kam es aber nicht mehr. Schäfer: „Dass sich dazwischen dann vieles aus verschiedensten Gründen in der Öffentlichkeit abgespielt hat, war sowohl dem Menschen als auch dem Trainer Ole Werner gegenüber absolut unwürdig. Mir tut das wirklich sehr leid. Gar keine Frage.“ Unter der Anzeige geht's weiter Demichelis kommt als Abstiegscoach Für Werner wurde Jürgen Klopps Spezi Martín Demichelis engagiert, der im europäischen Profifußball auf die Trainererfahrung von genau zwölf Pflichtspielen zurückblicken kann. Die Bilanz beim RCD Mallorca fällt ernüchternd aus, den Abstieg konnte der frühere Bayern-Innenverteidiger zumindest nicht verhindern. Dennoch ist Schäfer überzeugt, dass man mit dem Argentinier den richtigen Mann gefunden hat: „Wir möchten Spiele gewinnen. Das geht über eine inhaltliche Komponente, das geht über eine physische Komponente. Und es gibt diese Begeisterung, dieses Feuer, diese Leidenschaft. Martín vereint all das. Sein grundsätzlicher Fußball steht für unglaublich hohe Intensität, hohes Pressing und frühe Ballgewinne. Ein Fußball-Attacke-Modus.“