Schalke droht Punktabzug: Baumann schlägt Alarm
Beim FC Schalke 04 ist die Vorfreude auf die Bundesliga-Rückkehr groß. Doch ausgerechnet beim Schalke-Tag hat Sportvorstand Frank Baumann deutlich gemacht, dass die angespannte finanzielle Situation den Klub weiterhin vor große Herausforderungen stellt. Im schlimmsten Fall könnte künftig sogar ein Punktabzug drohen. Schalke plant prominenten Abgang Hintergrund ist das negative Eigenkapital der Königsblauen, das bei knapp 100 Millionen Euro liegt. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg darf Schalke diesen Wert nicht weiter verschlechtern. Ab dem zweiten Bundesliga-Jahr muss das negative Eigenkapital jährlich um zehn Prozent reduziert werden. Gelingt das nicht, könnten in der darauffolgenden Saison drei Punkte abgezogen werden. „Und wie viel drei Punkte in der Bundesliga ausmachen, das weiß jeder“, warnte Baumann beim Schalke-Tag. Um die Vorgaben zu erfüllen, ist der Verein insbesondere auf Einnahmen aus Spielerverkäufen angewiesen. Schon in der laufenden Transferperiode könnte deshalb ein prominenter Profi den Klub verlassen. „Unsere wirtschaftlichen Ziele zum 31.12. sind noch nicht erreicht“, erklärte der Sportvorstand. Bis zum Ende des Transferfensters am 1. September besteht somit Handlungsbedarf. Baumann kündigte entsprechend an: „Deswegen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen größeren Abgang brauchen, um unsere wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, wenn wir nicht anderweitig das Problem lösen.“ Einen konkreten Verkaufskandidaten nannte der 50-Jährige allerdings nicht. Weitere Schalke-Neuzugänge möglich Gleichzeitig könnten die Königsblauen auch auf der Zugangsseite noch einmal aktiv werden. Die Verantwortlichen halten einen weiteren Neuzugang weiterhin für möglich. Baumann sieht den aktuellen Kader grundsätzlich konkurrenzfähig, möchte aber ausreichend Qualität in der Breite haben. Für Schalke bleibt damit ein schwieriger Spagat: Der Aufsteiger muss sportlich in der Bundesliga bestehen und gleichzeitig seine finanzielle Situation nachhaltig verbessern.