Schatz im Küchenschrank? Alte Tupperdosen können viel Wert sein
Retrobehälter
Vintage-Tupperware bringt bis zu 200 Euro
Von t-online, sha
Aktualisiert am 26.09.2026 - 16:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Tupperware-Plastikdosen wechseln auf Gebrauchtplattformen für dreistellige Summen den Besitzer. Entscheidend für den Wert der Retrobehälter ist vor allem die Farbe.
Einstige Massenware wird zum raren Gut: Alte Tupperware-Behälter aus den 1960er und 1970er Jahren erzielen auf Gebrauchtplattformen teils hohe Summen. Wie das dänische Portal "Cafe J" berichtet, bringen vollständige Sets in seltenen Farben bis zu 200 Euro. Einzelstücke erzielen bis zu 80 Euro.
Besonders gefragt seien Töne wie Avocadogrün, Senfgelb, Orange und Türkis. Auch Pastellfarben wie Rosa und Mint aus frühen Kollektionen würden die Gebote nach oben treiben. Sonderserien in den Farben Rot, Petrolblau oder Lila sind laut dem dänischen Portal begehrt.
Neben der Farbe sei der Zustand entscheidend. Sammler achteten auf dicht schließende Deckel, neutrale Gerüche und das originale Tupperware-Logo auf der Unterseite der Behälter. Eine Händlerin, die ihre Waren über Instagram anbietet, wird bei "Cafe J" zitiert: "Ein Deckel, der nicht richtig schließt, halbiert den Wert. Die Leute zahlen für die ursprüngliche Funktion und natürlich für die Farbe."
Preisanstieg auch auf dem deutschen Markt
Auch auf dem deutschen Markt lässt sich laut dem "Focus" ein Preisanstieg bei gebrauchter Tupperware beobachten. Nach Angaben von Ebay seien zwischen Juli 2023 und August 2024 die Serien "Eidgenosse", "Allegra" und "Naschkätzchen" gefragt gewesen, ebenso Küchenhelfer wie "Schälfix", "Mix-Fix" und "Turbo-Chef", heißt es.
Im Schnitt würden für einen Tortentwist rund 31 Euro, für die Backform Ultra Pro mit 3,5 Litern etwa 39 Euro und für den Mikrowellengrill MicroPro 46 Euro erzielt. Hohe Preisforderungen gebe es für Sondereditionen und vollständige, seltene Sets, wie drei "Knusper Stars" mit pinken oder gelben Deckeln, die für 40 bis 70 Euro angeboten würden.
Das sind die Top-Fragen des Tages:
Niedergang des Herstellers von Haushaltsartikeln
Der Grund für den Ansturm auf die Tupper-Dosen: Der einstige Haushaltsartikelkonzern ist längst Geschichte. Nach jahrelangen Absatzproblemen und finanziellen Schwierigkeiten meldete die US-Muttergesellschaft 2024 Insolvenz an.
In Deutschland war Tupperware danach in die Krise geraten. Später wurde der Verkauf der Marke und anderer Vermögenswerte abgeschlossen. Das Ende des einstigen Kultunternehmens machte die alten Behälter kurze Zeit später für Sammler hierzulande interessant.
Verwendete Quellen
focus.de: "Alte Tupperware erzielt Rekordpreise – Sammler zahlen hohe Summen für bestimmte Vintage-Modelle in seltenen Farben"
merkur.de: "Retro-Tupperware im Trend: Alte Plastikdosen erzielen jetzt bis zu 200 Euro"
cafej.dk: "De gamle Tupperware-bøtter i skuffen er blevet eftertragtede: samlerne betaler nu for bestemte farver"
Transparenzhinweis
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