Schauspieler Sam Neill ("Jurassic Park", "Das Piano") mit 78 Jahren gestorben
Der aus dem Kinohit "Jurassic Park" bekannte neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist tot. Neill sei am Montag im Alter von 78 Jahren im Kreise seiner Familie in Australien gestorben, teilten seine Angehörigen mit. Demnach war sein Tod "plötzlich und unerwartet". In der Mitteilung der Familie hieß es zudem, dass der Star "krebsfrei" gewesen sei. Neill hatte 2023 seine Leukämie-Erkrankung öffentlich gemacht. In seiner Autobiografie "Did I Ever Tell You This" (Hab ich dir das je erzählt) schrieb er, dass er seit März 2022 wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms behandelt und möglicherweise daran sterben werde. In einem Interview mit der Zeitung The Guardian sagte Neill damals, dass er sich trotz Behandlungserfolgen bis zum Ende seines Lebens Chemotherapie unterziehen werde. "Ich kann nicht so tun, als ob das letzte Jahr nicht seine dunklen Momente hatte", sagte Neill in dem Interview. Er sei "dankbar für jeden Tag und unermesslich dankbar für alle meine Freunde". Bekannt aus "Jurassic"-Filmen Neills langjährige Schauspielkarriere begann in den 1970er-Jahren und brachte ihm Dutzende Rollen in Film und Fernsehen ein. Er galt als eleganter und vielseitiger Schauspieler, dessen Karriere vom Arthouse-Film bis zum Blockbuster reichte. Seine erste Hauptrolle übernahm Neill bereits 1977, nach seinem Studium debütierte er in dem neuseeländischen Spielfilm "Sleeping Dogs". 1993 spielte er in Steven Spielbergs "Jurassic Park" erstmals die Rolle des Dr. Alan Grant, später dann noch in "Jurassic Park III" und "Jurassic World - Ein neues Zeitalter". Ebenfalls 1993 war er in Jane Campions Drama "Das Piano" als Ehemann der von Holly Hunter verkörperten Hauptfigur zu sehen. Die Rollen, die er übernahm, reichten vom Antichristen - als Damien Thorn in "Omen III." - bis hin zum hohen Kleriker in der Rolle als Kardinal Thomas Wolsey in der Historienserie "Die Tudors". Außerdem sah man ihn in der Serie "Peaky Blinders" sowie in Filmen wie "Jagd auf Roter Oktober". Würdigung vom Premierminister Der neuseeländische Premierminister Christopher Luxon würdigte Neill in einer Erklärung in sozialen Medien als "einen der Großen". Er habe zu einer Zeit begonnen, als es kaum eine erwähnenswerte neuseeländische Filmindustrie gegeben habe, erklärte der Regierungschef. Mehr als 50 Jahre lang habe Neill neuseeländische Geschichten in die Welt getragen. Sein Talent habe dazu beigetragen, die Filmindustrie des Landes zu dem zu machen, was sie heute sei.