Schiedsrichterlegende Urs Meier ist wegen Argentiniens vermeintlicher Bevorzugung bei der WM stocksauer
"Das ist unglaublich. Das ist das x-te Spiel von Argentinien. Irgendwann musst du merken, dass die sich fallen lassen und foulen. Aber es wird nichts gemacht und das ist schwer zu ertragen", ergänzte er. Den Vorwurf, er rege sich nur auf, weil die Schweiz der Leidtragende der angeblichen Bevorzugung Argentiniens gewesen sei, wies er zurück: "Mir geht es immer um Gerechtigkeit. Ich kann das gut differenzieren. Da geht es um die Sache. Es gibt genügend Ex-Schiedsrichter, die das genauso sehen wie ich", beteuerte Meier. Die Schweiz hatte gegen Argentinien in der Runde der letzten Acht den 1:1-Ausgleich erzielt, als Stürmer Breel Embolo für eine Schwalbe, die der VAR erkannt hatte, die gelb-rote Karte sah. In der Verlängerung sorgten Julian Alvarez und Lautaro Martinez mit ihren Treffern für den 3:1-Sieg des Titelverteidigers und damit für dessen Weiterkommen. "Wenn man sich den Fall Embolo anschaut, ist das eine unstrittige Schwalbe. Aber es stellt sich die Frage, warum er das gemacht hat. Er wurde das ganze Spiel über gehalten und getreten. Jedes Mal kam wieder ein Ellbogen", lautete Meiers Sicht der Dinge. "Die Argentinier konnten von Anfang bis Ende foulen, ohne dass das geahndet wurde", ergänzte er.