DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Schifffahrt im Roten Meer: Huthis greifen saudi-arabische Schiffe im Roten Meer an

Welt

Die jemenitische Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer beschossen. Damit setzte sie laut ihrer Darstellung eine kürzlich verhängte Seeblockade gegen Saudi-Arabien durch. Die mit dem Iran verbündete Miliz teilte mit, die Schiffe Encelia und Layla seien mit Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen worden. Dabei habe es sich um eine »gezielte militärische Operation gegen zwei saudi-arabische Öltanker« gehandelt, welche »die Blockade verletzt hatten«. Auf beiden Schiffen brach demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur meldete, der Bug der Encelia sei nach einem Angriff im Roten Meer in Brand geraten. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) bestätigte die Angaben unter Berufung auf den Kapitän des Schiffs. Verletzte gab es demnach nicht. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 130 Kilometer südwestlich des saudi-arabischen Küstenorts Al-Schukaik. Rotes Meer als Ausweichroute für Straße von Hormus Die Huthis kontrollieren im Jemen unter anderem weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen – und haben das in der Vergangenheit bereits getan. Damit kann die Miliz den Welthandel entscheidend beeinträchtigen, denn Bab al-Mandab gehört zu den wichtigsten Seewegen der Welt: Durch das Rote Meer und die Meerenge führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Für Saudi-Arabien hat das Rote Meer wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus eine besonders große Bedeutung. Das Königreich – der größte Rohölexporteur der Welt – verschiffte in der Vergangenheit große Teile seines Öls durch die Straße von Hormus. Seit dieser Seeweg wegen des Irankriegs eingeschränkt ist, nutzt Saudi-Arabien verstärkt den Hafen Janbu am Roten Meer für den Ölexport. Sollte dieser Weg durch die Angriffe der Huthis ebenfalls wegfallen, wären die wichtigsten Exportwege für Rohöl aus Saudi-Arabien blockiert. Seeblockade nach Feuergefecht Am Montag hatten die Huthis ein »Verbot der Schifffahrt« für Saudi-Arabien angekündigt – wenige Tage nachdem es eine neue bewaffnete Konfrontation zwischen der Miliz und dem benachbarten Königreich gegeben hatte. Bei der Blockade handele es sich um eine ​Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde »ungerechte und unterdrückende Belagerung« des jemenitischen ‌Volkes durch ⁠Saudi-Arabien, durch die Ressourcen ​im Jemen geplündert sowie Häfen und Flughäfen blockiert würden. US-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstag eine Reaktion an, sollten die Huthis die Seeblockade durchsetzen. »Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern«, sagte Trump. »Wir sind schon früher gegen die Huthis vorgegangen und haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört.« Seit mehr als zehn Jahren befinden sich die Huthis im Krieg mit der international anerkannten jemenitischen Regierung. 2015 trat eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition in den Konflikt ein. In den vergangenen Jahren galt in dem Krieg eine Waffenruhe.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren