Schiffsbrand im Berliner Südosten: Stillliegendes Frachtschiff auf der Spree steht in Flammen
Am frühen Morgen ist auf der Spree ein stillliegendes Gütermotorschiff in Brand geraten. Passanten bemerkten starke Rauchentwicklung und Flammen und alarmierten die Feuerwehr. Laut Feuerwehr wurde sie gegen 7.01 Uhr alarmiert. Das Schiff liegt in Oberschöneweide, etwas nördlich vom Fährterminal Baumschulenstraße.
Die ersten Einsatzkräfte bestätigten den Brand und lokalisierten ihn im Heckbereich. Dort stand die Kabine mit dem Fahrstand in Vollbrand. Nach Angaben der Feuerwehr war das Schiff seit längerer Zeit außer Betrieb.
Laut Feuerwehr halten sich auf dem Schiff immer wieder obdachlose Menschen auf, die es als Übernachtungsplatz nutzen. Deshalb leitete die Feuerwehr parallel zur Brandbekämpfung eine umfangreiche Personensuche ein. Auf dem gesamten Schiff wurde aber niemand gefunden. Auch der Rettungsdienst war alarmiert worden.
Schiffsbrand: Berliner Feuerwehr nutzt auch Spree-Wasser zum Löschen
Die Arbeit war laut Feuerwehr schwierig. Enge, verwinkelte Räume an Bord und die starke Hitze im Inneren, die durch die Stahlkonstruktion noch verstärkt wurde, machten den Einsatz nach Angaben der Feuerwehr besonders kräftezehrend und personalintensiv.
Das Löschwasser kam aus einem Hydranten und aus der Spree. Aus dem Fluss pumpten die Einsatzkräfte zunächst mit einer Elektrotauchpumpe, später mit einer Tragkraftspritze über eine Saugleitung. Nach Angaben der Feuerwehr gelangte kein verunreinigtes Löschwasser in die Spree.
Die Nachlöscharbeiten dauern laut Feuerwehr noch an. Danach übergibt sie die Einsatzstelle an die Polizei, die die Brandursache ermittelt. (axt)