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Schindler verpasst Sensation Ross Smith gewinnt Darts-EM in Dortmund

Sport

Nach dem Finale hatte Martin Schindler Tränen in den Augen. Er wollte den größten Titel seiner Karriere einfahren - am Ende ist er daran nur knapp vorbeigeschrammt.

Martin Schindler hat das Finale der Darts-EM in Dortmund verloren. In dem packenden Finale war der Engländer Ross Smith eine Nummer zu groß für den Deutschen. Mit 11:8 setzte sich Smith am Ende knapp gegen Schindler durch, der in der Westfallenhalle von zahlreichen deutschen Fans unterstützt wurde. Smith hatte bereits 2022 den Titel geholt.

Schindler-Rufe hallen durch die Westfalenhalle

Es war ein stimmungsvolles Finale, das zu Beginn ausgeglichen schien. Doch dann ging bei Schindler plötzlich kaum noch etwas. In der Folge gewann Smith sechs Legs in Folge und konnte den Spielstand auf 8:2 drehen. Die Westfalenhalle war zwischenzeitlich komplett verstummt.

Smith wirkte schon wie der sichere Sieger. Doch Schindler kämpfte sich trotz sichtbarer Frustration in seinem Gesicht nochmal zurück. Der 30-Jährige verkürzte auf 7:9. Am Ende kostete den Straußberger die zwischenzeitliche Durststrecke ohne Gewinn eines Legs den Sieg.

Schindler sorgt trotz Niederlage für deutsche Sensation

Trotz Niederlage: Martin Schindler hat in der Westfalenhalle deutsche Darts-Geschichte geschrieben. Er ist der erste Deutsche, der jemals das Finale eines Major-Turniers erreichte.

Schon in der ersten Runde sorgte der Strausberger für eine Sensation, als er den zweitgesetzten Wessel Nijman mit 6:5 aus dem Turnier warf. Im Viertelfinale folgte das nächste Highlight: Schindler besiegte Top-Spieler Jonny Clayton deutlich mit 10:1. Im Halbfinale räumte er dann noch den Polen Krzystof Ratajski aus dem Weg.

Neben Schindler war mit Niko Springer auch ein zweiter Deutscher am Start. Für den "Meenzer Bub" Springer war allerdings direkt in der ersten Runde Schluss. Er verpasste gegen den Waliser Jonny Clayton die Überraschung.

Titelverteidiger und Topstar scheiden überraschend früh aus

Auch der Titelverteidiger Gian van Veen musste früh die Segel streichen. Der WM-Zweite musste sich Luke Woodhouse aus England im Achtelfinale geschlagen geben. Er unterlag mit 6:10. Und auch Mitfavorit und Weltranglisten-Erster Luke Littler schied früher aus als gedacht. Schon im Viertelfinale war gegen Krzystof Ratajski Schluss (6:10).

Bis Martin Schindler das Finale so richtig verdaut haben wird, dauert es wohl noch etwas. Auch hinter den Kulissen in der Westfalenhalle hatte der 30-Jährige noch Tränen in den Augen. Die Freude über den historischen Erfolg blitzte dann doch immer mal wieder in seinem Gesicht auf.

Darts-EM in Dortmund wächst weiter

Die Europameisterschaft hatte am Donnerstag in Dortmund begonnen. Über 35.000 Zuschauer sind an allen vier Tagen gekommen. Ein neuer Rekord für das Event, das seit 2022 in der Westfalenhalle stattfindet und inzwischen die zweitgrößte Dartsveranstaltung nach der Weltmeisterschaft im legendären Alexandra Palace in London ist.

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