Schkeuditz: 72-Jähriger stirbt zwei Monate nach Angriff von Tiger Sandokan
Zwei Monate nach dem Angriff durch einen entlaufenen Tiger ist ein 72-Jähriger seinen Verletzungen erlegen. Das teilte die Leipziger Staatsanwaltschaft mit . Demnach sei der Mann bereits am Freitag gestorben. Sein Leichnam werde nun obduziert. Seit dem Angriff habe er sich »ununterbrochen in stationärer Behandlung« befunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen. Die Raubkatze mit dem Namen Sandokan war einer von mehreren Tigern, die die ehemalige Dompteurin Carmen Zander, 52, in einem Ortsteil der Stadt Schkeuditz hielt. Der Mann war offenbar einer der Pfleger. Mitte Mai hatte ihn das Tier angegriffen und sich aus seinem Gehege befreit. Der 72-Jährige hatte Beiß- und Kratzwunden und musste operiert werden. Zunächst hieß es, er sei nur leicht verletzt worden. Nach kurzer Fahndung hatten bewaffnete Einsatzkräfte den Tiger in einer Gartenanlage unweit des Geheges aufspüren können. Dort wurde er erschossen , nach Angaben der Polizei zum Schutz der Bevölkerung. Das Landratsamt Nordsachsen gab später an, dass die Haltung der Tiere nicht den Mindestanforderungen entsprach.