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Schlaganfallpatienten besser vor Herzinfarkten schützen

Allgemein

Neue Studie auf der Stroke Unit Wer einen Schlaganfall erleidet, braucht vor allem eines: schnelle Hilfe durch erfahrene Spezialist*innen. In den Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum werden Betroffene deshalb rund um die Uhr auf einer speziell ausgerichteten Schlaganfallstation, der Stroke Unit, versorgt. Mit modernsten Behandlungsmethoden und kurzen Entscheidungswegen verbindet das interdisziplinäre Team Akutmedizin, Ursachenforschung und Rehabilitation eng miteinander. Jetzt beteiligt sich die Stroke Unit gemeinsam mit der Kardiologie an einer bundesweiten Studie, die das Ziel verfolgt, Schlaganfallpatient*innen künftig noch besser vor Folgeerkrankungen wie Herzinfarkten zu schützen. Im Mittelpunkt der COAST-Studie steht die Frage, ob gezielte Untersuchungen der Herzkranzgefäße bei Schlaganfallpatient*innen dazu beitragen können, spätere Herzinfarkte zu verhindern und Eingriffe am Herzen zu vermeiden. Denn viele Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, tragen gleichzeitig ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Schlaganfälle und Herzerkrankungen hängen häufig enger zusammen, als viele Menschen vermuten“, erklärt PD Dr. Ilka Kleffner, Oberärztin der Stroke Unit und der Neurologischen Intensivmedizin. „Unser Ziel ist es deshalb nicht nur, den akuten Schlaganfall schnellstmöglich zu behandeln, sondern Risiken frühzeitig zu erkennen und Folgeerkrankungen möglichst zu vermeiden.“ Auf der 16 Betten umfassenden Stroke Unit arbeiten Ärzt*innen der Klinik für Neurologie eng mit spezialisierten Pflegekräften sowie Teams aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Sozialdienst zusammen. Diese interdisziplinäre Betreuung beginnt bereits unmittelbar nach der Aufnahme. Moderne Akuttherapien wie die Lysetherapie oder die Thrombektomie ermöglichen es, verschlossene Blutgefäße im Gehirn schnell wieder zu eröffnen und bleibende Schäden möglichst gering zu halten. Gleichzeitig richtet sich der Blick der Spezialist*innen früh auf mögliche Ursachen des Schlaganfalls. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen des Herzens mittels EKG oder Herzultraschall. Hintergrund ist, dass viele Schlaganfälle durch Gerinnsel entstehen, die ihren Ursprung im Herzen haben. Zudem teilen Schlaganfälle und Herzinfarkte dieselben Risikofaktoren – darunter Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Rauchen und Bewegungsmangel. Patient*innen mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte können direkt während ihres Aufenthalts auf der Stroke Unit an der Studie teilnehmen. Für sie bedeutet dies nicht nur eine besonders engmaschige Betreuung, sondern auch die Chance auf neue Erkenntnisse und Behandlungsstrategien, die langfristig ihre Lebensqualität verbessern könnten. Mit der Verbindung aus hochmoderner Akutmedizin, enger interdisziplinärer Zusammenarbeit und internationaler Forschung positioniert sich die Stroke Unit der Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum als leistungsstarkes Zentrum der regionalen Schlaganfallversorgung – mit dem klaren Ziel, Patient*innen heute und in Zukunft bestmöglich zu schützen.

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