Schlagersängerin Marina Marx muss Corona-Hilfen zurückzahlen - und bangt um ihre Existenz
Die Idee hinter den Corona-Überbrückungshilfen war einfach: Sie sollten Unternehmen, Selbstständige und Künstler unterstützen, die während der Corona-Pandemie durch staatliche Einschränkungen und Umsatzeinbrüche in finanzielle Schwierigkeiten gerieten. Auch die Schlagersängerin Marina Marx erhielt vor rund sechs Jahren die Finanzspritze – muss diese nun allerdings teilweise zurückzahlen.
Wie sie in einem Video auf Instagram erzählt, bringt sie das jedoch in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Sie hofft auf eine „individuelle und faire“ Prüfung ihres Falls.
Marina Marx: „Weiß nicht, wie ich das schaffen soll“
„Mir drohen Rückzahlungen von knapp 13.000 Euro Corona-Überbrückungshilfen und ich weiß gerade nicht, wie ich das alles schaffen soll“, sagt die 36-jährige Musikerin in dem Clip und wird emotional. Es falle ihr „unglaublich schwer“, dieses Video zu veröffentlichen. „Aber ich weiß gerade einfach nicht mehr, wohin mit meiner Angst, meiner Enttäuschung und all den Sorgen.“
In den vergangenen Jahren habe sich Marx mit viel Herzblut eine Karriere aufgebaut und vor einem Jahr sogar ihr erstes Duett mit Musikstar Nino de Angelo veröffentlicht. Bereits mehrfach war sie im „ZDF-Fernsehgarten“ zu Gast.
Doch für die Sängerin sah es nicht immer so gut aus. Vor sechs Jahren sei die Corona-Zeit für sie eine ernsthafte Herausforderung gewesen. Sie musste Überbrückungshilfen beantragen, „als uns Künstlerinnen und Künstlern von heute auf morgen unsere Lebensgrundlage weggebrochen ist“.
Reisehighlights Reisehighlights exklusiv für Sie
Mehr
BELGIENS SCHÖNSTE STÄDTE
8 Tage Antwerpen, Brüssel und Gent entdecken
magisches norwegen
16 Tage Fjorde, Lofoten und Mitternachtssonne
KÖLNER LICHTER AM RHEIN
7 Tage Feuerwerk und romantische Rheinlandschaften
OSTSEEZAUBER ERLEBEN
8 Tage Stockholm, Gotland und Litauens Küste
Dass sie nun eine mögliche Rückzahlung in Höhe von 13.000 Euro leisten muss, bringe sie wohl an ihr finanzielles Limit: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal solche Angst um meine eigene Existenz haben würde“, erklärt sie in dem Beitrag. Sie wisse einfach nicht, wie es nun für sie weitergehen solle.
Schlagersängerin will „keine Sonderbehandlung“
Marx stellt auch klar: „Ich erwarte keine Sonderbehandlung.“ Sie wünsche sich lediglich, dass „besondere Einzelfälle auch individuell und fair geprüft werden“. Die 36-Jährige sei sich sicher, mit ihrer Geschichte nicht allein dazustehen. Auch andere Künstler und Selbstständige seien derzeit mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. „Ich möchte nicht länger still sein. Nicht nur für mich, sondern auch für all die anderen, denen es ähnlich geht.“
Unter dem Video kommentieren innerhalb kurzer Zeit Hunderte Nutzer. „Es tut mir so leid“, schreibt einer. Eine andere Person kommentiert: „Ich bin seit zwei Jahren am Zurückzahlen und habe noch zwei Jahre vor mir.“ Andere stellen hingegen die Frage: „Aber war das nicht klar, dass da die Rückforderung kommt?“
Dass die Corona-Überbrückungshilfen unter bestimmten Umständen zurückgezahlt werden müssen, war von Anfang an vorgesehen. Zwar handelte es sich bei den Zuschüssen nicht um Kredite, sie wurden jedoch häufig zunächst auf Grundlage von Prognosen ausgezahlt.
Bei der späteren Schlussabrechnung wurde geprüft, wie hoch der tatsächliche Anspruch war. Wer mehr Geld erhalten hatte, als ihm zustand, musste die Differenz zurückzahlen.
Lesen Sie mehr zum Thema