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Schlagerstar Gitte Hænning kritisiert frühen Ruhm: „Ich bin gegen Kinderstars”

Unterhaltung

Gitte Hænning (80) blickt bis heute skeptisch auf ihren frühen Ruhm. Im Gespräch mit „Bild“ spricht die Sängerin über ihren Start ins Rampenlicht und macht deutlich: „Ich bin gegen Kinderstars.“ Nach eigener Darstellung wird sie ohnehin eher unfreiwillig zur Sängerin. Bereits mit acht Jahren steht Hænning in Dänemark gemeinsam mit ihrem Vater, dem Liedermacher Otto Johansson, auf der Bühne. Damals regt ein Produzent ein Duett von Vater und Tochter an, doch Gitte selbst will zunächst nicht. „Ich wollte nicht. Meine ältere Schwester schon. Sie war aber schon zu alt für das Lied“, erinnert sich Hænning. Am Ende hätten ihre Eltern ihr ein Fahrrad in Aussicht gestellt, „wenn es ein Hit wird. Und es wurde leider ein Hit.“ Gitte Hænning: „Ich hatte keine Ambitionen“ Aus dem frühen Erfolg habe sie trotzdem nie den Antrieb gezogen, daraus bewusst eine Karriere zu formen. „Ich wollte gar nicht irgendwie glänzen. Ich hatte keine Ambitionen“, sagt die Dänin. Den Status als umjubelter Star erlebt sie deshalb nach eigenen Worten als Belastung. „Ich mochte es nicht, berühmt zu sein. Gar nicht. Dieses Bewundertwerden fand ich grauenvoll“, betont sie. Nur ihre Eltern hätten ihren Erfolg als Kinderstar nicht überhöht. „Ich bin da sehr gesund durchgekommen. Vielleicht auch deshalb, weil meine Familie mich nie auf Ruhm reduzierte“, so Hænning. ANZEIGE ANZEIGE Auch mit 80 steht die Musikerin weiterhin regelmäßig auf der Bühne, derzeit mit ihrer Tour „Ich bin stark - 80 Jahre Gitte Hænning.“ Musik sei „gut für die Seele“, sagt sie. „Sie ist erfüllend.“ Schlagerstar Gitte Hænning: „Ich fand das völlig idiotisch. Es wurde ein Riesenhit“ Nach dem Erfolg von „Ich heirate Pappi“ im Jahr 1954, den sie mit ihrem Vater aufnahm, gilt Gitte Hænning rasch als populärster Kinderstar Dänemarks. Danach folgen viele Auftritte in Fernsehen und Film, später veröffentlicht sie auch deutschsprachige Lieder und schafft 1963 mit „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ den großen Durchbruch. In den Jahren danach bildet sie mit Rex Gildo (1936-1999) als „Gitte und Rex“ das erfolgreichste Duo des deutschen Schlagers. 1973 geht sie für Deutschland beim Eurovision Song Contest an den Start und landet mit „Junger Tag“ auf Rang acht. Selbst ihren größten Erfolg und ersten Nummer-1-Hit in Deutschland, „Ich will 'nen Cowboy als Mann“, betrachtet Hænning bis heute kritisch. „Ich habe das Lied nie verstanden und wollte das - wie so viele andere Sachen - nicht machen, nicht singen“, bekannte sie im vergangenen Monat im ARD-Magazin „Brisant“. „Ich fand das völlig idiotisch. Es wurde ein Riesenhit.“ Von (eyn/spot)

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