Schleswig-Holstein: Groß-Einsatz wegen schlechtem KI-Scherz
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Halstenbek (Schleswig-Holstein) – Entwarnung vor den Toren Hamburgs! Der Großeinsatz wegen einer vermeintlichen Giftschlange in Halstenbek bei Pinneberg (Schleswig-Holstein) hat sich als Fehlalarm herausgestellt. Das Foto des Reptils, das die Suchaktion ausgelöst hatte, war eine Fälschung. Nach intensiven Ermittlungen der Polizei stellte sich heraus, dass die Aufnahme der vermeintlichen Speikobra mit künstlicher Intelligenz (KI) generiert worden war. Zuvor waren am Mittwochvormittag die Polizei und die Feuerwehr wegen einer vermuteten Giftschlange ausgerückt. Die Schlange war zuvor auf dem Gelände einer großen Baumschule gesichtet worden, hieß es. Im Zuge des Einsatzes wurde das Areal vollständig geräumt und großräumig abgeriegelt, bestätigte ein Feuerwehrsprecher am Mittag gegenüber BILD. Suchmaßnahmen umgehend abgebrochen Nachdem die Aufnahme als Fälschung enttarnt worden war, brach die Feuerwehr die Suchmaßnahmen an dem unwegsamen Gelände an der Straße „Am Redder“ umgehend am frühen Nachmittag ab. Zuvor wurden die Feuerwehrkräfte zum Eigenschutz von dem Baumschulen-Gelände abgezogen. Der Feuerwehrsprecher erklärte, dass seit den frühen Mittagsstunden „mehrere Drohnen nach einer gefährlichen Schlange“ suchten. Dabei waren auch Wärmebildkameras im Einsatz. Außerdem wurde über die Leitstelle versucht, ein Gegengift zu besorgen, erklärte der Sprecher weiter. Und auch eine offizielle Bevölkerungswarnung über die Katastrophen-App NINA wurde zwischenzeitlich herausgegeben – alles umsonst, wie sich wenige Stunden später herausstellte. Nach ersten Informationen war der Hinweisgeber, der die Aufnahme der Schlange den Behörden zur Verfügung gestellt hatte, laut Feuerwehr selbst arglistig getäuscht worden.