DAX +1,23 % 25.491,54 Pkt 13:54:01 MDAX +1,57 % 30.345,69 Pkt 13:54:01 Euro Stoxx 50 +0,38 % 6.139,72 Pkt 13:54:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,03 % 4.037,20 USD 13:58:59 Silber -0,74 % 53,71 USD 13:59:01 Brent -4,90 % 110,14 USD 13:58:59 WTI -0,70 % 101,05 USD 13:59:00 Bitcoin +0,04 % 80.037,91 USD 14:08:56 EUR/USD -0,57 % 1,11540 USD 14:08:42 EUR/GBP -0,24 % 0,83650 GBP 14:09:01 EUR/CHF -0,03 % 0,92380 CHF 14:09:01 EUR/JPY +0,02 % 175,960 JPY 14:09:01

Schluss mit der Schaltsekunde

Technologie

Warum gibt es Schaltsekunden?

Unsere Zeitmessung beruht auf zwei verschiedenen Grundlagen. Zum einen gibt es die koordinierte Weltzeit (UTC). Sie basiert auf der Messung von Atomuhren. Zum anderen gibt es die astronomische Zeit (UT1, Universalzeit), die durch die Erdrotation bestimmt wird. Die Atomuhren liefern eine konstante Zeit. Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde hingegen schwankt geringfügig, von Tag zu Tag, von Jahreszeit zu Jahreszeit und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Das wiederum bedeutet, dass die beiden Zeitskalen leicht voneinander abweichen.

Die zusätzliche Sekunde wurde in der Vergangenheit entweder am Ende des 30. Juni oder des 31. Dezember eingeschoben. Diese eine Minute hatte dann 61 statt der üblichen 60 Sekunden.

Welche Auswirkungen hat eine Schaltsekunde?

Für Menschen bleibt sie meist unbemerkt, in Computersystemen kann sie jedoch Störungen verursachen. Auch kritische Infrastruktur wie Energieversorgung, Telekommunikation oder Verkehr braucht laut Generalkonferenz CGPM eine konstante Zeit ohne Anpassungen.

Warum soll die Entscheidung jetzt fallen?

Über sehr lange Zeiträume wird die Erdrotation durch Gezeitenkräfte von Mond und Sonne gebremst. In den vergangenen Jahren allerdings hat sich die Erdrotation laut CGPM leicht beschleunigt. Es besteht Fachleuten zufolge die Möglichkeit, dass erstmals eine Sekunde abgezogen und nicht hinzugefügt werden müsste, um UTC und UT1 wieder anzugleichen. Diese Situation gab es noch nie, und ob der Abzug der Sekunde störungsfrei umgesetzt werden könnte, ist unklar. Die Industrie befürchtet der CGPM zufolge erhebliche technische Vorbereitungen und zusätzliche Kosten.

Laut Generalkonferenz steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Minus-Schaltsekunde in den nächsten Jahren notwendig wird. Um Risiken vorzubeugen, soll die Schaltsekunde deshalb rasch ganz abgeschafft werden – nach bisherigem Vorschlag zum 20. Mai 2027.

Was genau ist geplant?

Die Generalkonferenz schlägt vor, die Schaltsekunde gar nicht mehr zu verwenden, sondern eine kontinuierliche UTC ohne sprunghafte Ein-Sekunden-Korrekturen zu nutzen. Dafür soll die koordinierte Weltzeit künftig bis zu 3600 Sekunden – also eine ganze Stunde – von der astronomischen Zeit abweichen dürfen. Die Fachleute hoffen, dass die Zeiterfassung so für mehrere Jahrhunderte nicht angepasst werden muss. Dass sie überhaupt eine konkrete Sekundenzahl für die maximal erlaubte Differenz festlegen, liegt daran, dass manche Software einen solchen Maximalwert benötigt.

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