Schluss mit schweren Paketen? DHL drängt auf neue gesetzliche Regelung
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Schluss mit schweren Lieferungen – das will die DHL Group und setzt sich für eine gesetzliche Obergrenze von 23 Kilogramm pro Paket ein. Dadurch möchte das Unternehmen die körperliche Belastung der Zusteller verringern. Sollte die Politik die Forderung umsetzen, hätte das auch Folgen für den Versand schwerer Pakete durch Privat- und Geschäftskunden. Derzeit dürfen DHL-Pakete innerhalb Deutschlands bis zu 31,5 Kilogramm wiegen. Nach dem Vorschlag der DHL Group soll das zulässige Höchstgewicht für den regulären Paketversand künftig bei 23 Kilogramm liegen. Ob es zu einer Gesetzesänderung kommt, ist offen. Folgen für den Paketversand Sollte die gesetzliche Gewichtsgrenze auf 23 Kilogramm gesenkt werden, könnten schwerere Sendungen nicht mehr über den regulären DHL-Paketversand verschickt werden. Betroffen wären sowohl Privat- als auch Geschäftskunden, die künftig auf andere Versandmöglichkeiten ausweichen müssten. Je nach Art der Ware kämen dafür Speditionen oder spezialisierte Anbieter für Stückgut- und Möbeltransporte infrage. Für besonders schwere Gegenstände wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder große Möbelstücke werden solche Lieferdienste bereits heute genutzt. Für viele Privatkunden könnte der Versand schwerer Pakete dadurch jedoch aufwendiger und mit höheren Kosten verbunden sein. Eine ähnliche Regelung war bereits bei der Reform des Postgesetzes im Gespräch. Damals wurde auch diskutiert, Pakete mit einem Gewicht von mehr als 23 Kilogramm grundsätzlich nur noch mit zwei Personen zuzustellen. Eine Senkung der Gewichtsgrenze wurde letztlich jedoch nicht beschlossen. Gesundheitsprogramm wird ausgeweitet Die Gewichtsgrenze ist Teil eines umfassenderen Konzepts zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Nach einer zweijährigen Pilotphase führt die DHL Group ihr Präventionsprogramm Ergo² schrittweise an rund 150 Standorten von Post & Paket Deutschland ein. Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler begleiten die Zusteller direkt im Arbeitsalltag. Vermittelt werden ergonomische Bewegungsabläufe, Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur sowie Maßnahmen zur Sturzprävention. Nach Angaben der DHL Group berichteten Teilnehmer des Pilotprojekts von weniger körperlichen Beschwerden und einem stärkeren Teamgefühl. 2025 erhielt Ergo² dafür den Corporate Health Award in der Sonderkategorie „Ergonomics“.