„Schmuggelnde“ Familien bei Karls Erlebnisdörfern sorgen für Unverständnis
Karls ist ein Schlaraffenland: Erdbeerdöner, Erdbeerkuchen mit Schlagsahne, Erdbeereis, Erdbeerbratwurst und vieles mehr – auch Angebote ohne die süße rote Frucht, für die die Karls-Erlebnis-Dörfer bekannt sind. Fazit: Niemand verhungert oder verdurstet. Einige Familien möchten allerdings Kosten sparen und „schmuggeln“ ihren Tagesbedarf an Essen und Getränken hinein. Das stößt bei den Karlsianern auf Unverständnis, und sie zeigen das auch auf ihrer Homepage. Auf den Seiten der Karls Erlebnis-Dörfer in Loxstedt bei Bremerhaven, in Elstal vor den Toren Berlins und in Oberhausen, das erst vor wenigen Tagen eröffnet wurde, formulieren die Betreiber einen eindringlichen Appell: „Mitgebrachte Snacks? Nur für Ameisen erlaubt. Wir bitten euch herzlich: Lasst Essen und Trinken zu Hause. Unsere Erdbeer-Köche, Waffel-Bäcker und Limo-Zauberer freuen sich auf euch!“ Kein Verbot, aber ein erhobener Zeigefinger Ein generelles Verbot gibt es nicht, sagte Unternehmer Robert Dahl gegenüber RUHR24. Er betonte, dass Kleinigkeiten wie eine Reiswaffel, ein Apfel oder eine Flasche Wasser für Kinder kein Problem darstellen. Außerdem dürfen Menschen mit Unverträglichkeiten, die auf eigene Lebensmittel angewiesen sind, selbstverständlich Essen mitbringen. Offenbar nutzen Besucher der Erlebnisparks den lockeren Umgang aus und reisen mit gefüllten Kühltaschen an, um die Parks, in denen kein Eintrittspreis verlangt wird, zu besuchen. Nur bei einigen Attraktionen, beispielsweise bei Karussells und Achterbahnen, werden sie zur Kasse gebeten; Besucher zahlen dann entweder pro Fahrt oder mit einer Tages- oder Jahreskarte. Bisher führte das Karls-Team keine Taschenkontrollen durch und will auch künftig darauf verzichten. „Wir wünschen uns im Gegenzug ein kleines bisschen Fairness“, wird Robert Dahl zitiert.