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Schnee in Deutschland: Meteorologe gibt Wetter-Prognose ab - Wintergruß

Nation

Meteorologe legt sich fest

Noch einmal zehn Zentimeter Neuschnee – und dann?

Aktualisiert am 25.10.2026 - 04:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Herbst meldet sich mit Schnee zurück – wenn auch nur in den Alpen. Wird es bald auch im Rest des Landes weiß? Ein Wetterexperte gibt eine klare Einschätzung ab.

Es sind malerische Bilder von der Zugspitze, die die Zugspitzbahn auf ihrem Facebook-Account geteilt hat: Schneebedeckte Wege, Eiskristalle, die im Sonnenlicht funkeln. "Soooooo schön", heißt es in dem Posting. Zahlreiche Nutzer zeigen sich in den Kommentaren von dem Wintereinbruch auf der Zugspitze begeistert. Und auch die Schweiz verwandelte sich in den vergangenen Tagen mancherorts in eine Winterlandschaft, teils mussten Alpenpässe gesperrt werden, weil der Schnee sie unpassierbar machte. Sind solche Verhältnisse in den kommenden Wochen auch in Deutschland zu erwarten?

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung ordnet die Lage für t-online ein: Oberhalb von etwa 1.500 Metern seien in den vergangenen Tagen zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen. "Die Zugspitze und die Gipfel im Allgäu und im Berchtesgadener Land sind weiß." Jung spricht von einem "Wintergruß für das Hochgebirge". Anders sehe es in den Mittelgebirgen aus, dort gebe es "noch keine nennenswerte Schneedecke".

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Nachdem das Sturmtief "Luise", das international "Austen" genannt wird, durchgezogen ist, wird das Wetter in Deutschland am Samstag zunächst etwas weniger windig, aber weiterhin nass. Insbesondere im Süden sind weitere Schauer angekündigt, die oberhalb von 1.200 Metern als Schneeregen oder Schnee niedergehen können. In den Hochlagen der Alpen sind laut Jungs Prognosen noch einmal bis zu zehn Zentimeter Neuschnee zu erwarten. "Liegen bleibt der Schnee aber realistisch erst oberhalb von etwa 1.500 bis 1.800 Metern", so Jung.

Wetter in Deutschland: Mildere Luft strömt ins Land

Ob der Schnee dann wirklich liegenbleibe, hänge von weiteren Faktoren ab. Gerade im Oktober und November seien die Böden noch relativ warm. Bei leichtem Schneefall können die Schneeflocken daher schnell wieder schmelzen.

Nach Samstag dreht die Strömung, mildere Luft kommt nach Deutschland. Zu Beginn der neuen Woche sind im Südwesten laut DWD vereinzelt bis zu 17 Grad möglich, ansonsten zehn bis 15 Grad. Die Schneefallgrenze steigt wieder deutlich an. "Auf den höchsten Gipfeln wie Feldberg, Fichtelberg oder Brocken ist mal eine Flocke möglich, aber nichts, was sich hält", erklärt Jung. Im Flachland sei Schnee in den kommenden sieben bis zehn Tagen nicht zu erwarten, ist sich der Wetterexperte sicher.

Schneeprognosen für November

Doch wie geht es im November weiter? Statistisch war Schnee in den vergangenen Jahren in diesem Monat fast immer ein Thema, wie Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen. In den Alpen wurden im vergangenen Jahr 16 bis 20 Schneetage registriert, in der Mitte Deutschlands waren es sechs bis zehn. Gemeint sind Tage, an denen eine Schneedecke bestand.

Doch für dieses Jahr ließen die Langfristprognosen eher auf einen milden Winter schließen, wie Jung erklärt. "Mild und nass heißt im Flachland vor allem Regen statt Schnee."

Allerdings: Auch in einem zu milden Winter könne es Kaltluftvorstöße geben, die einige Tage andauern könnten. "Ein milder Winter ist kein schneefreier Winter", merkt Jung an. "Für das Flachland sind die Chancen auf eine länger liegende Schneedecke dagegen gering, und das passt leider zum Trend der vergangenen Jahre."

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