Schon Dutzende Fälle von Betrug – Europapark warnt vor Fakeshops
Die Methoden von Kriminellen sind so raffiniert geworden, dass niemand mehr vor Betrug gefeit ist. Wir klären über gängige und neue Maschen auf.
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Schon Hunderte Euro erbeutet – Europapark warnt vor Fakeshops
Update vom 9. September: Der Europa-Park in Rust warnt: Kriminelle locken Besucher mit gefälschten Eintrittskarten und Hotelbuchungen in die Falle. Die betrügerischen Angebote werden über täuschend echt wirkende Webseiten verbreitet, die dem offiziellen Ticketshop des Freizeitparks zum Verwechseln ähnlich sehen.
Wie der SWR berichtet, wurden dem Polizeipräsidium Offenburg in den vergangenen zwölf Monaten 24 Fälle gemeldet. Der höchste bekannte Einzelschaden liegt bei rund 700 Euro. Die Polizei geht zudem von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland anreisen. Der Europa-Park hat die Betrugsversuche bestätigt und Anzeige erstattet.
Die Betrüger bieten nicht nur gefälschte Eintrittskarten an, sondern auch Buchungen für die Wasserwelt Rulantica, Hotels und weitere Angebote des Resorts. Die Bezahlung erfolgt stets per Vorkasse. Ist das Geld einmal überwiesen, sehen Geschädigte es selten wieder: Laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erhält lediglich ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Opfer das Geld zurück.
So prüft man auf betrügerische Angebote
Webadresse genau prüfen: Betrüger verwenden URLs, die der offiziellen Seite sehr ähneln – oft mit kleinen Abweichungen in Schreibweise oder Endung.
Zahlungsmethoden beachten: Wenn nur Vorkasse per Banküberweisung möglich ist und Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung fehlen, ist höchste Vorsicht geboten.
Unrealistische Rabatte hinterfragen: Ungewöhnlich günstige Tickets oder Sonderangebote, die auf der offiziellen Seite nicht existieren, deuten auf Betrug hin.
Impressum kontrollieren: Seriöse Shops weisen vollständige Anbieterangaben und Handelsregistereinträge aus.
Fakeshop-Finder nutzen: Die Verbraucherzentrale bietet ein Tool an, das verdächtige Seiten nach dem Ampelprinzip bewertet.
Der Europa-Park empfiehlt, Tickets und Buchungen ausschließlich über die offiziellen Kanäle oder autorisierte Vertriebspartner abzuwickeln. Wer bereits auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte umgehend die eigene Bank kontaktieren – in manchen Fällen lassen sich Überweisungen noch stoppen. Parallel dazu empfiehlt sich eine Strafanzeige, die unkompliziert online erstattet werden kann. (red)
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Fake-Captchas im Netz: Bundesamt warnt vor perfider Hacker-Masche
Update vom 8. September: Wer beim Öffnen von Webseiten auf "Bestätigen Sie, dass Sie ein Mensch sind"-Captchas stößt, sollte nach dem Setzen des Häkchens zur Bestätigung vorsichtig sein. Wird nach dieser Aktion ganz normal Zugang zur Seite gewährt, ist alles in Ordnung – es handelt sich wirklich um eine Seite, die sich mithilfe von Captchas vor Bots schützen möchte.
Erscheinen aber stattdessen weitere Anweisungen zum Ausführen von Tastenkombinationen in Verbindung mit Windows-Terminal- oder PowerShell-Fenstern? Dann ist man auf einer gefährlichen, manipulierten Webseite gelandet, die Schadsoftware auf den Rechner schleusen will, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dann gilt: sofort abbrechen und den Browser schließen. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit ist man auf einer kompromittierten Webseite gelandet oder mittels Phishing oder Social Engineering gezielt dorthin gelockt worden.
Dieses Vorgehen von Hackern ist Teil von Angriffen, die als Terminalfix oder Clickfix bezeichnet werden und die Hacker auch in das IT-Landesnetz der Berliner Verwaltung geführt haben. Den Hackern hat dabei wahrscheinlich eine solche Fake-Captcha-Abfrage Tür und Tor geöffnet. Vor dem BSI hatte Ende August auch schon Microsoft vor diesen Angriffsmethoden gewarnt, die erstmals 2024 aufgetaucht waren.
Dass man es mit einem gefälschten Captcha zu tun hat, wird klar, sobald Anweisungen auftauchen, die zur angeblichen weiteren Verifikation das Ausführen diverser Tastenkombinationen fordern.
Im Detail funktioniert der Angriff so:
Mit dem Setzen des Häkchens ist ein bösartiger Befehl in den Zwischenspeicher kopiert worden.
Im zweiten Banner wird man dazu aufgefordert, per Tastenkombination ein Windows-Eingabefeld zu öffnen.
Mit einer weiteren Tastenkombi fügt man dann nichtsahnend den gefährlichen Befehl aus der Zwischenablage in das Eingabefeld ein und führt ihn dann aus.
Danach haben die Angreifer auf dem Rechner und gegebenenfalls in verbundenen Netzwerken quasi freie Hand, können Schadsoftware installieren oder auch Daten abgreifen.
Da viele Schadprogramme tiefgreifende Änderungen am System vornehmen, die nicht einfach rückgängig gemacht werden können, sollten Betroffene nach einer tatsächlichen Infektion mit der Malware aus dem Angriff sicherheitshalber den ganzen Rechner neu aufsetzen.
Was das im Detail bedeutet:
Das Betriebssystem ganz neu installieren und die eigenen Daten möglichst von Backups auf externen Datenträgern wieder auf den Computer spielen.
Gibt es keine oder keine aktuelle Datensicherung auf externen Datenträgern, müssen die eigenen Daten vor dem Neuaufsetzen des Rechners erst einmal gesichert werden.
Zusätzlich sollten sicherheitshalber alle Passwörter von Onlinekonten geändert werden, zuallererst die der E-Mail-Accounts.
(dpa/bearbeitet von mak)
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Fahrrad-Schnäppchen im Netz: Fake-Shops nutzen Ausverkaufssaison für Betrug
Update vom 7. September: Wie das Verbraucherportal Watchlist Internet warnt, streuen betrügerische Online-Shops derzeit massenhaft vermeintliche Schnäppchen-Angebote für Fahrräder im Netz. Die gefälschten Verkaufsplattformen sind oft professionell gestaltet und verfügen über ein täuschend echtes Impressum. Die Betrüger unterbieten die Preise echter Händler teilweise um 15 Prozent und mehr – wer bestellt und bezahlt, erhält jedoch keine Ware.
Der wichtigste Hinweis auf einen möglichen Fake-Shop ist ein auffällig niedriger Preis. Ein weiteres Warnsignal: Bei Fake-Shops bleibt im Bestellprozess am Ende nur noch die Banküberweisung als Option übrig – alle anderen zuvor angezeigten Zahlungsmöglichkeiten verschwinden plötzlich.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten – entweder bei einer örtlichen Dienststelle oder über die Onlinewache des jeweiligen Bundeslandes.
So entlarven Sie betrügerische Fahrrad-Shops
den Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen nutzen – das Tool analysiert Webseiten und gibt eine Risikoeinschätzung ab
die Internetadresse in eine Suchmaschine eingeben und nach Warnungen anderer Nutzer suchen
die angegebene Geschäftsadresse bei einem Kartendienst prüfen – existiert die Firma dort tatsächlich?
telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen – bei Fake-Shops ist oft niemand erreichbar
auf sichere Zahlungsarten bestehen – niemals per Vorkasse überweisen
(red)
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"Emotionale Inszenierung": Verbraucherschützer warnen vor unseriösen Onlineshops
Update vom 4. September: Wer im Internet nach Produkten aus der Region sucht, sollte genau hinsehen. Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen fallen derzeit viele unseriöse Onlineshops auf, die versuchen, das gute Image von regionalen Familienbetrieben auszunutzen. Die Onlineshops geben sich als Traditionsbetriebe aus, werben mit Regionalität und hochwertiger Ware und behaupten, dass sie aufgrund einer Geschäftsaufgabe Rabatte von bis zu 80 Prozent anbieten.
Kathrin Bartsch erkennt da ein immer gleiches Muster. Die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt: "Eine emotionale Inszenierung soll Vertrauen aufbauen, die angeblich befristete Rabattaktion zum schnellen Kauf animieren." Doch die Qualität der Ware überzeuge in der Regel nicht. Wollten Verbraucher dann ihr Widerrufsrecht nutzen, machten hohe Rücksendekosten diese Option wertlos, so die Verbraucherschützerin.
Kombinationen aus Vornamen und Stadt als Adresse
In den konkreten Fällen steht in der Adressleiste meist ein Vorname, kombiniert mit einer deutschen Stadt. Die URL lautet dann etwa: "anna-berlin.de", "emma-frankfurt.de" oder "stefanberlin.de".
Die Regionalität sei aber nur vorgetäuscht. Denn: Wer ans Ende dieser Internetseiten scrollt, entdeckt laut Verbraucherzentrale, dass sich der Firmensitz im Ausland befindet, etwa im US-Bundesstaat Wyoming oder in Hongkong. Adressen zur Rücksendung befänden sich oft in Fernost. Häufig seien die Kontaktangaben nur unvollständig.
Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen seriösen Onlineshop handelt, kann etwa auf Folgendes achten:
Impressum: Wo befindet sich der Firmensitz?
Rücksendeadressen: Sind die Angaben vollständig?
Bewertungen: Sind sie unabhängig, gibt es auf anderen Internetseiten etwa Feedback zu diesem Anbieter?
Vorsichtig sollten Verbraucher in diesen Fällen sein:
bei übertriebenen Werbeversprechen
bei nur kurz gültigen Rabatten und Angeboten, die zum Kauf drängen
bei emotionalen Geschichten, etwa zur Firmenaufgabe
bei Internetseiten, die erst seit wenigen Wochen existieren
bei Internetseiten, auf denen mit Siegeln geworben wird
Tipp: Wer sich unsicher ist, kann die Shop-URL im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale eingeben. Springt die Ampel dann auf Rot oder Gelb, sollten Verbraucher sich eine Bestellung gut überlegen, raten die Verbraucherschützer. Zudem kann man unter Siegelklarheit.de überprüfen, ob es das auf der jeweiligen Seite angegebene Siegel überhaupt gibt und was es bedeutet. (dpa/bearbeitet von mak)
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ARD warnt vor Betrugsmasche im Namen von ARD-Mitarbeitern
Update vom 3. September: Kriminelle missbrauchen derzeit die Namen echter ARD-Mitarbeiter, um Autorinnen und Autoren gezielt anzuschreiben. Die Täter geben vor, Kulturredakteure verschiedener ARD-Anstalten zu sein, und behaupten, sie würden gerade einen Beitrag zur Frankfurter Buchmesse vorbereiten. Sobald Betroffene auf die vermeintlich seriöse Anfrage antworten, folgt eine zweite Nachricht – mit einer Zahlungsaufforderung für die angebliche redaktionelle Leistung.
Wie die ARD auf LinkedIn mitteilt, liegen dem Sender bereits mehrere solcher Fälle vor. Die betrügerischen E-Mails werden fast ausnahmslos von privaten Postfächern bei Anbietern wie Gmail oder Yahoo verschickt – ein deutliches Warnsignal, denn echte ARD-Redakteure nutzen für dienstliche Korrespondenz ausschließlich offizielle Adressen ihrer jeweiligen Anstalt.
Ein weiteres Alarmzeichen: Für redaktionelle Berichterstattung verlangt die ARD grundsätzlich kein Geld von Autorinnen oder Autoren. Wer eine solche Zahlungsaufforderung erhält, sollte daher umgehend misstrauisch werden.
Im Zweifelsfall empfiehlt die ARD, direkt bei der offiziellen Pressestelle der entsprechenden Anstalt anzurufen und die Echtheit der Anfrage zu prüfen. Verdächtige Nachrichten sollten beim jeweiligen E-Mail-Anbieter als Spam oder Betrug gemeldet werden. Keinesfalls sollten Empfänger Geld überweisen, persönliche Daten preisgeben oder auf Links und Anhänge klicken – diese können Schadsoftware enthalten. (red)
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Steuerzahler, aufgepasst: Betrüger versenden falsche Elster-Mails
Update vom 2. September: Aktuell versuchen Betrüger, Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit gefälschten E-Mails im Namen der Steuerverwaltungsplattform Elster in die Falle zu locken. Die Verbraucherzentrale warnt vor dieser Phishing-Masche.
Die betrügerischen Nachrichten tragen den Betreff "Zahlungsaufforderung zu Ihrer Steuererklärung 2025" und behaupten, es bestehe eine offene Nachzahlung in Höhe von 729 Euro. Als Begründung nennen die Kriminellen angebliche Abweichungen zwischen den Angaben in der Steuererklärung und den amtlichen Berechnungsgrundlagen.
Die Empfänger werden aufgefordert, den Betrag über ein verlinktes "Elster-Zahlungsportal" zu begleichen – dort sollen auch weitere Informationen zur Berechnung einsehbar sein. Die Zahlung müsse bis zum 7. September 2026 erfolgen, andernfalls würden zusätzliche Kosten entstehen.
So erkennen Sie die Betrugsmasche:
unseriöse Absenderadresse, die nicht von offiziellen Elster-Servern stammt
fehlende persönliche Anrede
Aufforderung zur Zahlung über einen in der E-Mail enthaltenen Link
konkrete Zahlungsfrist zur Erzeugung von Handlungsdruck
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche betrügerischen Nachrichten komplett zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.
Wer tatsächlich eine Steuererklärung über Elster eingereicht hat, sollte mögliche Nachzahlungen ausschließlich direkt über das offizielle Elster-Konto oder bei der zuständigen Finanzbehörde überprüfen. Keinesfalls sollten Links in verdächtigen E-Mails angeklickt oder persönliche Daten über solche Nachrichten preisgegeben werden. (red)
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