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Schon mehr als 280 Bestellungen: Boeing erhält für kleinere 737-Max-Maschine die Zulassung

Wirtschaft

Die Zulassung neuer Modellvarianten von Boeings 737-Max-Familie stockt nach zwei Abstürzen und massiven Qualitätsproblemen. Doch der US-Flugzeugbauer kann nun endlich das kürzeste Flugzeug der Max-Familie in Betrieb nehmen. Boeing hat nach jahrelangen Verzögerungen eine Zulassung für das kleinste Flugzeug seiner Modellfamilie 737 Max bekommen. Der Airbus-Rivale kann nun Maschinen des Typs 737 Max 7 an Kunden ausliefern. Ursprünglich war angepeilt, die Modellvariante bereits 2019 in den Luftverkehr zu bringen. Doch nach zwei Abstürzen von 737-Max-Maschinen, bei denen 346 Menschen starben, sowie Qualitätsproblemen bei Boeing verzögerte sich das Zulassungsverfahren immer weiter. Mit 737 Max entwickelte Boeing seine wichtigste 737-Modellfamilie weiter. Die 737 Max 7 kann je nach Konfiguration 135 bis 160 Passagiere befördern und hat eine Reichweite von bis zu rund 7000 Kilometern. Boeing hat nach Angaben des Konzerns bereits über 280 Bestellungen für den Typ. Die Zulassung der größten Modellvariante 737 Max 10 sei laut Boeing Richtung Jahresende anvisiert. Mit einer Länge von rund 35,6 Metern ist die Max 7 das kürzeste Mitglied der Max-Familie. Sie ist knapp sieben Meter kürzer als die am häufigsten verkaufte Max 8. Das Flugzeug ist vor allem für Fluggesellschaften attraktiv, die dünner besiedelte Strecken über lange Distanzen wirtschaftlich bedienen wollen, beispielsweise Verbindungen zwischen kleineren US-Städten. Im Oktober 2018 kam es in Indonesien und im März 2019 in Äthiopien zu Abstürzen von 737-Max-Maschinen. Ein fehlerhaftes Steuerungssystem namens MCAS drückte die Flugzeugnasen laut den Ermittlern mutmaßlich aufgrund falscher Sensorendaten nach unten, was die Piloten nicht mehr korrigieren konnten. Die Katastrophen führten zu einem weltweiten, 20 Monate langen Flugverbot für die 737 Max.

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