Schon vor der Eröffnung ist die Nachfrage groß: Physiotherapeut startet mit eigener Praxis
Physiotherapeut Martin Zemke-Lahl eröffnet am 3. August eine neue Praxis in Güstrows Innenstadt. Vor-Ort-Termine können schon gebucht werden. Bereits in der ersten Augustwoche ist ein Großteil der Termine vergeben. Von Rostock in den Schwarzwald und zurück Zemke-Lahl arbeitet seit 18 Jahren in der Physiotherapie. Der gebürtige Rostocker absolvierte dort seine Ausbildung, wechselte anschließend zehn Jahre in eine Reha-Klinik in den Schwarzwald und kehrte später nach Rostock zurück, wo er in einer Praxis die fachliche Leitung übernahm. „Die Heimat lässt einen doch nicht los“, so Zemke-Lahl. Zuletzt war er vier Jahre im Güstrower Therapiezentrum Tannenhof tätig, ebenfalls mit fachlicher und organisatorischer Verantwortung. Den Schritt in die Selbstständigkeit begründet er mit langjähriger Berufserfahrung und familiärer Unterstützung. Vom Gerichtsvollzieherbüro zur modernen Praxis Der Umbau der Räume begann Mitte Juni. Nach Angaben des Praxisinhabers wurde der Bereich vollständig modernisiert. Aus Hygienegründen wurde ein Waschbecken im Behandlungsraum installiert, der Boden mit Vinyl in Holzoptik ausgestattet. Ein kreatives Abschiedsfoto in der neuen Praxis erinnert ihn gerne an die Zeit im Tannenhof. Zuvor war in den neuen Praxisräumen ein Gerichtsvollzieher untergebracht. An der Rezeption unterstützt seine Frau die Termin- und E-Mail-Organisation. Ergänzend zur klassischen Physiotherapie bietet die Praxis spezialisierte Therapien bei Schwindel, neurologischen Erkrankungen und Kiefergelenksproblemen. Durch kontinuierliche Fortbildung habe sich Martin Zemke-Lahl in diesen komplexen Fachbereichen eine fundierte Expertise erarbeitet. Daher verfügt die Praxis nicht nur über einen klassischen Behandlungsraum, sondern auch einen Raum für Gehtraining sowie einen weiteren Raum mit großer Liege zur Behandlung neurologischer Patienten, einer Sprossenwand und Gewichtshanteln. Kartenzahlung und Rechnung statt Bargeld Wichtig für Patienten: Bargeld wird nicht angenommen. „Ich versuche mich digital aufzustellen, wo es Sinn macht“, sagt der Praxisinhaber. Möglich sind Kartenzahlung oder Zahlung auf Rechnung. Bei gesetzlich Versicherten wird in der Regel eine Zuzahlung fällig: 10 Euro zuzüglich 10 Prozent des Rezeptwertes, ausgenommen zuzahlungsbefreite Personen. Künftig plant Zemke-Lahl den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur. Damit sollen Verordnungen elektronisch über die Gesundheitskarte übernommen werden können. „Das räumt auch mehr Zeit für die Behandlung und Nachbereitung ein.“ Der Physiotherapeut betont, auf Behandlungsmöglichkeiten zu setzen, die auf Studienergebnissen basieren.