Schutz vor Extremwetter-Katastrophen: Großübung in Hamburg
Stand: 09.09.2026 12:39 Uhr
In Hamburg findet heute eine Katastrophenschutzübung mit europaweiter Beteiligung statt. Dabei wird in der Hansestadt erstmals eine Notlage durch extreme Wetterereignisse durchgespielt.
Erst eine lange Hitzewelle und gleich danach eine Sturmflut: Mit diesem Szenario wird heute bei der Großübung gearbeitet. Beide Extremwetter-Ereignisse hätten Folgen: Menschen kollabieren, Ältere brauchen kühle Orte, Bäume stürzen auf Straßen und Keller laufen voll.
Praktische Übung in Altona rund um Rathaus und Bahnhof
Das sind im normalen Alltagsgeschäft Aufgaben für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Im Krisenfall brauchen die Profis aber Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern, zum Beispiel um Sandsäcke gegen die Sturmflut zu stapeln. Damit es bei solchen Einsätzen kein großes Durcheinander gibt, wird heute in Altona ganz praktisch geübt. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Hilfsorganisationen aus ganz Europa sollen die Lage managen. Seniorengruppen aus dem Kirchenkreis und Studierende spielen die Zivilbevölkerung. In kleinen Gruppen laufen die Übungsteilnehmer und Übungsteilnehmerinnen dafür durch das Zentrum von Altona rund um das Rathaus und den Bahnhof, leicht zu erkennen an ihren Warnwesten in Rot, Blau und Orange.
Neues digitales Tool soll Freiwilligen-Einsätze steuern
"Wir haben in vergangenen Krisen gesehen, dass es viele Menschen in der Zivilbevölkerung gibt, die in einer Krise gerne helfen möchten", sagte Übungsleiter Johannes Sachrau. Die sollen mit dem Projekt abgeholt werden, um die Gefahrenabwehrbehörden zu unterstützen. Helfen soll dabei auch ein neues digitales Tool, das die Freiwilligen-Einsätze steuern soll. Wenn sich das System bewährt, könnte es ab 2028 flächendeckend eingeführt werden. Freiwillige könnten sich dann per App melden und zu Hilfseinsätzen einteilen lassen.
Billbrook: Feuerwehr simuliert Stromausfall in U-Bahn
Im Stadtteil Bilbrook simuliert die Feuerwehr einen Stromausfall in einer U-Bahn im Hochsommer. Die Klimaanlage fällt aus und es ist mehr als 40 Grad heiß, so das Szenario. Trainiert wird, wie in einem solchen Fall die Fahrgäste versorgt werden.