Schwachstellen gefunden
Broadcom hat Sicherheitsupdates für VMware ESX, vCenter, Workstation und Fusion veröffentlicht. Drei der geschlossenen Schwachstellen gelten als kritisch. Die schwerwiegendste Lücke, CVE-2026-59309 mit einem CVSS-Wert von 9,8, betrifft eine Authentifizierungsumgehung im VMware Directory Service von vCenter. Laut Broadcom kann ein Angreifer mit Netzwerkzugriff auf vCenter dadurch die Authentifizierung umgehen und sich unautorisierten Zugriff auf das System verschaffen. Die zweite kritische Schwachstelle, CVE-2026-59310, ebenfalls mit einem CVSS-Wert von 9,8, ist eine Directory-Traversal-Lücke in vCenter, über die ein Angreifer mit Netzwerkzugriff beliebigen Code ausführen kann. Beide Lücken sind in vCenter Server 8.0 U3k sowie in VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation ab den Versionen 9.1.0.0300 beziehungsweise 9.0.2.0100 behoben. Ausbruch aus virtueller Maschine über Netzwerkadapter Als dritte kritische Schwachstelle stuft Broadcom CVE-2026-47876 mit einem CVSS-Wert von 9,3 ein, eine Out-of-Bounds-Write-Lücke im virtuellen Netzwerkadapter VMXNET3 von VMware ESX. Ein Angreifer mit lokalen Administratorrechten innerhalb einer virtuellen Maschine, die diesen Adapter nutzt, kann die Lücke laut Broadcom ausnutzen, um Code auf dem zugrunde liegenden ESX-Host auszuführen. Das Unternehmen bezeichnet dies ausdrücklich als virtuellen Maschinenausbruch. Virtuelle Maschinen mit anderen Netzwerkadaptern sind von dieser Lücke nicht betroffen. Zusätzlich schloss Broadcom zwei weitere, als wichtig eingestufte Schwachstellen: CVE-2026-41703 mit einem CVSS-Wert von 7,6, eine Out-of-Bounds-Read-Lücke in ESX, Workstation und Fusion, die zur Offenlegung von Informationen oder zu einem Denial-of-Service führen kann, sowie CVE-2026-41709 mit einem CVSS-Wert von 2,7, eine unzureichende Protokollierung in ESX, die es einem böswilligen Administrator erlaubt, bestimmte Aktionen ohne Protokolleintrag durchzuführen. Sofortiges Patchen empfohlen Broadcom teilte mit, keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Ausnutzung der Schwachstellen gefunden zu haben. Da jedoch keine Workarounds verfügbar sind, stuft das Unternehmen die veröffentlichten Updates als dringenden Sicherheitshinweis mit sofortigem Handlungsbedarf ein. (red)