Schwangerschaftsabbruch: Protest gegen Schwangerschaftsabbruch-Gegner in Göttingen eskaliert
In Göttingen ist ein Gegenprotest zu einer Versammlung von Gegnern von Schwangerschaftsabbrüchen eskaliert. Nach Polizeiangaben wurden am Samstagabend zwölf Beamte verletzt, als Einsatzkräfte ein Aufeinandertreffen beider Gruppen verhindern mussten. Zuvor hatten sich etwa 20 Menschen auf dem Marktplatz zu einem »öffentlichen Rosenkranz gegen Abtreibung« versammelt ; ein Teil von ihnen war laut Polizei aus Frankreich angereist. Gegen die angemeldete Versammlung bildete sich ein spontaner Gegenprotest, später kam es nach Polizeiangaben zu etwa 200 Zwangsanwendungen. Der Gegenprotest störte die Versammlung laut Polizei zunächst mit Zwischenrufen und lauter Musik. Um die Gruppen voneinander zu trennen, stellten sich die Beamten in einer Kette zwischen sie. Rettungswagen rücken zur Versorgung an Nach dem Ende der angemeldeten Versammlung versuchten den Angaben zufolge einige Menschen aus dem Gegenprotest, die Absperrung zu durchbrechen. Dabei hätten sie Druck und Gewalt gegen die Einsatzkräfte ausgeübt. Die Polizei drängte die Menschen zurück und setzte dabei nach eigenen Angaben körperliche Gewalt und Pfefferspray ein. Die verletzten Beamten wurden demnach durch Reizstoffe verletzt. Zur medizinischen Versorgung rückten mehrere Rettungswagen an. Die Polizei will nun den genauen Ablauf rekonstruieren und prüfen, ob Straftaten begangen wurden.