Schweden rüstet seine Küstenwache mit Maschinengewehren zur Bekämpfung russischer Drohnen aus
Russische Drohnen sind in den vergangenen Jahren immer häufiger über europäischen Ländern aufgetaucht. Vor dem Hintergrund des seit mehr als vier Jahren andauernden Ukraine-Krieges und regionaler Spannungen, die sich ausweiten, will Schweden seine zivilen Küstenwachschiffe noch stärker bewaffnen als bisher. Das geht aus einem Bericht von „Defense Express“ hervor, einem ukrainischen Online-Medium, das über Militär-, Rüstungs- und Sicherheitspolitik schreibt. Sollten russische Drohnen auch über die Ostsee in Richtung Schweden fliegen, will das skandinavische Königreich vorbereitet sein. Carl-Oskar Bohlin, Zivilschutzminister Schwedens, bestätigte die Aufrüstung gegenüber dem US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Bloomberg“. Schweden rüstet Küstenwache gegen russische Drohnen auf Die Besatzung der Schiffe soll mit Maschinengewehren ausgestattet werden. Das Maschinengewehr Ksp 58 ist die schwedische Version des belgischen Maschinengewehrs vom Typ FN MAG. Zwar wird es seit 1958 vom schwedischen Militär genutzt. Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte wurde es jedoch mehrfach modernisiert, etwa durch einen verbesserten Schaft, Visiere oder eine optimierte Ergonomie, schreibt „Defense Express“. Schon jetzt steht fest, dass die Waffen bis zum Jahr 2030 Schritt für Schritt weiter modernisiert werden sollen. ANZEIGE ANZEIGE Die schwedischen Waffen sollen etwa russische Aufklärungsdrohnen abschießen, die möglicherweise Spionageflüge unternehmen. Laut „Defense Express” sollen Mitarbeitende der schwedischen Küstenwachschiffe „Triton”, „ Poseidon” und „Amfitrite” Waffen erhalten. Daten zu den Maschinengewehren vom Typ Ksp 58: hat eine Länge von 1,28 Meter das Magazin hat 249 Schuss die Feuerreichweite liegt bei 1100 Meter kostet jeweils etwa 50.000 SEK und damit rund 4 500 Euro Russland betrachtet die Ostsee als Konfliktzone Russland betrachtet die Ostsee als Konfliktzone. Das erklärte der deutsche Bundesaußenminister Johann Wadephul Mitte Juni dieses Jahres, berichtete das Newsportal „t-online“. „Wir haben Sabotageakte, Spionageaktivitäten, GPS-Störungen, das Eindringen von Drohnen und Kampfflugzeugen in den Nato-Luftraum, die Durchfahrt der russischen Schattenflotte sowie das wiederholte Auftauchen russischer Forschungsschiffe in der Nähe kritischer Infrastrukturen beobachtet“, zitiert das Portal den CDU-Politiker, der in diesem Jahr eine Rede bei der Kieler Sicherheitskonferenz hielt. Weiter heißt es, dass die Ostsee für die Verteidigung des Nato-Bündnisses relevant sei. Erst gestern berichtete die „Tagesschau“, dass Grenzschützer aus Estland Maschinengewehre auf einem zivilen Tanker aus Russland entdeckt haben.