Schwere Vorwürfe gegen die Firma von Bill Gates' Tochter
Gegen das Start-up Phia stehen schwere Vorwürfe im Raum. Das Rabattcodeunternehmen, das Phoebe Adele Gates (23) gemeinsam mit ihrer Mitgründerin Sophia Kianni aufgebaut hat, soll beim Onlineshopping sogenanntes Cookie-Stuffing eingesetzt und dadurch unberechtigt Provisionen kassiert haben. Wie unter anderem Bloomberg berichtet, soll der Dienst digitale Cookies auch dann bei Kunden platziert haben, wenn diese weder einen Rabattcode noch ein Angebot von Phia genutzt hatten. Auf diese Weise könnten Verkäufe dem Unternehmen zugerechnet und vergütet worden sein, obwohl es daran tatsächlich gar nicht beteiligt war. Interne Nachrichten sollen dem Bericht zufolge darauf hindeuten, dass die beiden Gründerinnen bereits seit Monaten von den umstrittenen Funktionen wussten, obwohl die Firma das Problem im Juli zunächst als neue Entdeckung dargestellt haben soll. Wichtig: Phoebe selbst ist in der Angelegenheit weder beschuldigt noch angeklagt. Wie es juristisch weitergehen könnte, ordnete der US-Wirtschaftsanwalt Ariel Givner auf X ein. "Es besteht die Möglichkeit einer Höchststrafe von bis zu 20 Jahren Gefängnis sowie Geldstrafen und Schadensersatz", erklärte er mit Blick auf mögliche Konsequenzen. Dabei handelt es sich allerdings ausdrücklich um eine allgemeine Einschätzung des Anwalts. Eine Strafe wurde weder verhängt noch konkret gegen die Tochter von Bill Gates (70) beantragt. Das Unternehmen weist Teile der Darstellung zurück und gibt an, die beanstandeten Funktionen am 7. Juli entfernt zu haben. Zudem würden nun die betroffenen Transaktionen geprüft. Sollten Verkäufe fälschlicherweise Phia zugeordnet und dafür Provisionen ausgezahlt worden sein, sollen Geschäftspartner ihr Geld zurückerhalten. Wie umfangreich diese Prüfung ausfällt und wie viele Vorgänge betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.