Schwerer Autobahn-Unfall: Audi überschlägt sich mehrfach - zwei Menschen sterben
Auf der Autobahn 14 hat sich am Sonntagnachmittag (5. Juli) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem der 60-jährige Autofahrer eines Audi und die Frau auf dem Beifahrersitz, 59 Jahre alt, ums Leben gekommen sind. Das Paar stammt aus Mecklenburg.
Die dramatischen Bilder von der Unfallstelle sehen Sie oben im Video.
Nach bisherigen Erkenntnissen kam der Audi in Fahrtrichtung Dresden kurz vor der Anschlussstelle Ludwigslust aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Im Seitenbereich fuhr der Wagen auf den abgesenkten Beginn der Leitplanke auf. Das Fahrzeug wurde in die Luft geschleudert, überschlug sich mehrfach und prallte dabei gegen einen großen Umleitungswegweiser. Anschließend überschlug sich der Audi erneut, durchbrach den Wildschutzzaun und kam schließlich – entgegen der Fahrtrichtung – völlig zerstört auf den Rädern zum Stehen.
„Crash-Rettung“ wegen akuter Lebensgefahr
Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte holte die Polizei die Beifahrerin aus dem Fahrzeug, da der Fahrer noch in diesem eingeklemmt war. Die Beamten leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein und kämpften gemeinsam mit den kurz darauf eintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr Neustadt-Glewe und dem Rettungsdienst um ihr Leben.
Um den Fahrer möglichst schnell zu befreien, mussten die Feuerwehrkameraden eine sogenannte „Crash-Rettung“ durchführen, eine besonders schnelle Form der technischen Rettung, die bei akuter Lebensgefahr angewendet wird. Anschließend übernahm der Rettungsdienst die medizinische Versorgung.
Trotz aller Bemühungen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt konnte das Leben der Beifahrerin nicht gerettet werden. Nach rund einer Stunde intensiver Reanimationsmaßnahmen musste sie noch an der Unfallstelle für tot erklärt werden. Der schwer verletzte Fahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum nach Schwerin geflogen, er verstarb noch am Sonntagabend.
Vollsperrung der Autobahn: Streckenabschnitt zum zweiten Mal betroffen
Die Autobahn 14 musste für die Dauer der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und der Bergung des völlig zerstörten Fahrzeugs mehrere Stunden voll gesperrt werden. Der Sachschaden wird laut Polizei auf 70.000 Euro geschätzt.