DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 17:30:14 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 17:30:14 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 17:30:00 Dow Jones +0,17 % 53.976,05 Pkt 18:04:48 S&P 500 +0,71 % 7.764,79 Pkt 18:04:49 Nasdaq +1,23 % 26.673,22 Pkt 18:04:47 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +0,38 % 4.416,50 USD 17:54:44 Silber +2,56 % 65,13 USD 17:54:47 Brent +3,78 % 86,71 USD 17:54:49 WTI +3,80 % 81,15 USD 17:54:49 Bitcoin -0,91 % 64.252,14 USD 18:04:44 EUR/USD +0,26 % 1,15550 USD 18:04:23 EUR/GBP -0,27 % 0,85420 GBP 18:04:49 EUR/CHF -0,18 % 0,93450 CHF 18:04:49 EUR/JPY +0,58 % 183,607 JPY 18:04:48

Schweres Erdbeben erschüttert Kolumbien - viele Todesopfer befürchtet

Welt

Ein heftiges Erdbeben trifft den Westen Kolumbiens am Montagmorgen. Die Erschütterungen sind in zahlreichen Großstädten und sogar in den Nachbarländern zu spüren. Viele Details sind unklar, doch erste Meldungen über Opfer und schwere Schäden lassen Schlimmes befürchten. Ein starkes Erdbeben hat am Montagmorgen weite Teile Kolumbiens erschüttert. Das Epizentrum lag nahe der Gemeinde San José del Palmar im Departamento Chocó an der Pazifikküste, rund 280 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá, wie CNN unter Berufung auf US Geological Survey (USGS) berichtet. Die Erdstöße ereigneten sich demnach um 7:34 Uhr Ortszeit. Nach aktuellem Stand kamen mindestens 19 Menschen ums Leben. Über die exakte Stärke des Bebens gehen die Angaben der verschiedenen Institutionen bislang auseinander. USGS registrierte eine Magnitude von 7,4 in einer Tiefe von 107 Kilometern. Die kolumbianische Katastrophenschutzbehörde UNGRD meldete dagegen zunächst eine Stärke von 6,6 in einer Tiefe von 79 Kilometern. Der kolumbianische Geologische Dienst (SGC) korrigierte seine anfängliche Einschätzung von 6,7 später auf 7,4 nach oben, wie "El Mundo" berichtet. Mindestens 18 Tote in Pereira In Pereira kam es "El Mundo" zufolge zu schweren Infrastrukturschäden – betroffen war unter anderem der internationale Flughafen Matecaña. Der Bürgermeister von Pereira, Mauricio Sálazar, sprach am Montag im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. "Die Situation ist kritisch", sagte er. Mindestens ein Toter und drei Vermisste in Quibdó Schwer getroffen wurde offenbar die Provinzhauptstadt Quibdó im Departamento Chocó. Laut "El Mundo" kam dort mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt und drei Personen galten zunächst als vermisst. Die Gouverneurin des Departamentos, Nubia Carolina Córdoba Curi, bestätigte laut CNN Español, dass es in Quibdó "Verletzte und schwere Gebäudeschäden" gebe. Zudem äußerte sie Sorge vor möglichen Nachbeben. Auch der Flughafen El Caraño der Stadt wurde beschädigt, wie CNN Español weiter meldete. Die Gouverneurin teilte via X mit, es handle sich um ein "schweres seismisches Ereignis". Von lokalen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigten demnach Schäden an Wohn- und Bürogebäuden in mehreren Städten der Umgebung. Turm der Kathedrale von Manizales eingestürzt Die Erschütterungen richteten auch in anderen kolumbianischen Städten erhebliche Schäden an. In Manizales, der Hauptstadt des Departamentos Caldas, stürzte laut CNN Español einer der Türme der Kathedrale teilweise ein und blieb auf dem Kirchendach liegen. In der Millionenstadt Cali lösten sich Fassadenteile von Gebäuden und zahlreiche Bauwerke wiesen Risse auf, wie "El Mundo" berichtet. Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, teilte demnach mit, dass bislang keine Todesopfer in der Stadt registriert worden seien. Kolumbiens Hauptstadt bleibt weitgehend verschont Auch in der Hauptstadt Bogotá waren die Erdstöße deutlich zu spüren. Alarmsirenen heulten auf und viele Menschen verließen vorsorglich die Gebäude. Bürgermeister Carlos Galán gab jedoch auf der Plattform X Entwarnung: Es seien lediglich leichte Risse an einzelnen Gebäuden festgestellt worden, strukturelle Schäden oder Verletzte habe es nicht gegeben. Auch in Medellín, der zweitgrößten Stadt des Landes, lagen zunächst keine Berichte über Verletzte vor. Der Bürgermeister der Stadt erklärte laut CNN Español, die Behörden überprüften weiterhin mögliche Auswirkungen. Präsident übernimmt persönlich die Einsatzleitung Kolumbiens neuer Präsident Aberlado de la Espriella, der sein Amt erst am vergangenen Freitag angetreten hatte, reagierte umgehend auf die Katastrophe. Über soziale Medien erklärte er laut CNN Español, er habe "persönlich die Leitung der Notfallmaßnahmen übernommen" und werde sich nach Pereira begeben, um die Betroffenen zu begleiten und die Reaktion der Regierung vor Ort zu überprüfen. "Ihr seid nicht allein. Der Staat ist präsent und handelt", fügte er hinzu. Erschütterungen bis nach Ecuador und Panama spürbar Das Beben war weit über die Grenzen Kolumbiens hinaus zu spüren. In Ecuador registrierten die Behörden Erschütterungen in mehreren Provinzen – darunter Pichincha mit der Hauptstadt Quito sowie Esmeraldas und Guayas, wie CNN Español unter Berufung auf die ecuadorianische Katastrophenschutzbehörde meldete. Empfehlungen der Redaktion Freunde fliehen vor gewaltiger Lawine in Pakistan Neue Waldbrände in Spanien Kanada: Waldbrand in British Columbia weitet sich aus Auch in Panama wurden die Erdstöße wahrgenommen. In der Grenzregion dauerten die Vibrationen zwischen 40 Sekunden und einer Minute an, berichtete CNN Español unter Verweis auf das Institut für Geowissenschaften der Universität Panama. In der Hauptstadt Panama-Stadt und in umliegenden Gemeinden wurden laut "El Mundo" vorsorglich zahlreiche Gebäude evakuiert, darunter auch Gesundheitseinrichtungen. Schäden oder Opfer wurden in Panama jedoch nicht gemeldet. Die Region ist seismisch stark gefährdet. Erst am 24. Juni hatte ein Doppelbeben der Stärke 7,2 und 7,5 das benachbarte Venezuela getroffen und dort mehr als 6.000 Menschen das Leben gekostet.

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