Schweres Erdbeben erschüttert Panama
Ein schweres Erdbeben hat Panama erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte es eine Stärke von 7,7.
Das Zentrum lag rund zehn Kilometer südwestlich der abgelegenen Ortschaft Pitaloza Arriba in der zentralen Provinz Herrera, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern.
Zunächst galt eine Tsunamiwarnung für neun Länder entlang der Pazifikküste. Inzwischen ist die Warnung wieder aufgehoben worden. Die Gefahr gefährlicher Wellen sei vorüber, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in Honolulu mit. Es gab Dutzende Nachbeben.
In der Hauptstadt Panama-Stadt schwankten Gebäude, Menschen verließen ihre Häuser und versammelten sich auf den Straßen. Die Erschütterungen waren bis ins benachbarte Kolumbien zu spüren.
Kathedrale und andere Gebäude beschädigt
Nach Angaben panamaischer Medien wurden unter anderem in Penonomé Schäden festgestellt. Die Stadt liegt rund 150 Kilometer westlich von Panama-Stadt in der Provinz Coclé. Betroffen waren demnach ein Turm der Kathedrale San Juan Bautista, ein Hotel und das Gebäude der Provinzverwaltung.
Auch an der Kathedrale von Santiago in der Provinz Veraguas wurden Schäden gemeldet. Über mögliche Verletzte gibt es bislang keine Angaben.
In mehreren Regionen verließen Menschen vorsorglich Gebäude, Geschäfte und Schulen. Die Regierung setzte den Nachmittagsunterricht landesweit aus. Der Betrieb am internationalen Flughafen Tocumen war zwischenzeitlich eingestellt.
Staatschef José Raúl Mulino sprach von einer "großen Katastrophe". Es gebe Straßen, die "komplett eingestürzt" seien.