Schweres Unwetter: Mindestens sechs Tote und über 100 Vermisste bei Fährunglück vor Indonesiens Küste
Bei einem Fährunglück im Inselstaat Indonesien sind nach Angaben der Rettungskräfte mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130 Menschen werden noch vermisst, wie die für Such- und Rettungseinsätze zuständige Behörde der Stadt Banjarmasin erklärte. 115 Menschen konnten von nahegelegenen Schiffen in der Javasee gerettet werden. Der Such- und Rettungseinsatz dauerte bei rauer See noch an.
Die Fähre „Virgo Transport 8“ war mit 243 Menschen an Bord auf dem Weg von der Großstadt Surabaya auf der Hauptinsel Java ins knapp 500 Kilometer entfernte Banjarmasin in der Provinz Süd-Kalimantan auf Borneo. Bei schlechtem Wetter war zuvor der Kontakt zu der Fähre abgebrochen, sagte der Leiter der Rettungskräfteeinheit, I Putu Sudayana, am Sonntag.
Der südostasiatische Inselstaat Indonesien mit rund 280 Millionen Einwohnern besteht aus mehr als 17.000 Inseln, weswegen Fähren eine große Rolle für den Transport von Passagieren und Fracht spielen. Schiffsunfälle sind keine Seltenheit. Ursache sind teilweise laxe Sicherheitsstandards sowie das unvorhersehbare Wetter.
Im August kamen bei einem Brand auf einer Fähre mindestens fünf Menschen ums Leben. Im Juli war eine Fähre mit mehr als 70 Passagieren auf dem Weg zur Insel Selayar südlich von Sulawesi gesunken. Mindestens vier Menschen starben, weitere 14 Menschen wurden nach dem Einstellen der Suchaktion noch vermisst.