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Schwergewicht-Boxer Peter Kadiru wirft gegen Murat Gassiew das Handtuch

Sport

Boxen

Peter Kadiru chancenlos im WM-Kampf gegen Murat Gassiew

Stand: 11.07.2026 22:54 Uhr

Das war kein Fight auf Augenhöhe. Der Hamburger Schwergewichts-Boxer Peter Kadiru muss in Moskau in der sechsten Runde gegen Murat Gassiew aufgeben. Der Russe verteidigt damit seinen WBA-Titel.

Ursprünglich war geplant, dass Tony Yoka gegen Gassiew in den Ring steigt. Aber: Der französische Olympiasieger ist aktuell am Rücken verletzt und musste daher absagen.

Für ihn sprang Kadiru sehr kurzfristig ein. Mit nur wenigen Tagen Vorbereitung auf den für ihn bislang größten Kampf seiner Karriere.

Peter Kadiru boxt zu passiv

Und so kam es, wie es kommen musste: Linksausleger Kadiru war ab der ersten Runde nahezu chancenlos. Der 29-Jährige war viel zu passiv und ließ sich von Gassiew schnell in die Seile drängen. Der Russe ging häufig auf den Körper, was Kadiru weitere Kraft kostete. Die ersten drei Runden gab er recht deutlich ab.

In der Folge versuchte Kadiru zwar, aktiver zu sein und das Risiko zu erhöhen. Damit bot er aber noch mehr Angriffsfläche und geriet erneut häufig in die Ringecke. Er kassierte einige heftige Treffer und geriet ins Wanken,

Kurz nach Beginn der sechsten Runde warf Christian Morales, Trainer des entkräftigten Kadiru, dann schließlich das Handtuch - Aufgabe, technischer K.o.! Schade, aber die richtige Entscheidung.

Zweite Niederlage im 25. Kampf

Für den gebürtigen Hamburger Kadiru, der einen Teil seiner Laufbahn auch in Schwerin verbrachte (2013 wechselte er dort ans Sportgymnasium, trainierte unter Box-Legende Michael Timm und stieg für den BC Traktor Schwerin in den Ring), war es die zweite Niederlage im 25. Profi-Kampf.

Dass der Weltverband WBA den Kampf in Moskau austragen ließ, hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Das deutsche Staatsministerium für Sport und Ehrenamt fürchtete, der Kampf werde für propagandistische Zwecke genutzt. Kadirus Team gab an, sich nur auf den Sport konzentrieren zu wollen. Und auf die Chance, erst der dritte deutsche Schwergewicht-Weltmeister überhaupt werden zu können.

Dieser Traum ist nun allerdings geplatzt.

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