Schwimm-EM Gose holt Gold im Freiwasser-Knockout
Die Staffel-Weltmeisterin schlug im Finale des Knockout-Sprints im Freiwasser in der Seine nach 6:41,0 Minuten als Erste an und sicherte sich Gold vor der Ungarin Bettina Fabian (6:44,1) und der italienischen Vizeweltmeisterin Ginevra Taddeucci (6:44,8). "Es wurde langsam Zeit. Ich bin jetzt eine Woche schon hier, es ist wirklich hart, den Fokus zu halten. Aber es ist mir wirklich gut gelungen", sagte Gose: "Es juckt einen Tag für Tag in den Fingern, ins Wasser zu springen. Vor allem, wenn die Jungs etwas so Tolles leisten. Ich bin froh, dass ich da anknüpfen konnte." In allen Rennen vorneweg Die 24-Jährige, die vor zwei Jahren Bronze über 1.500 Meter Freistil im Becken gewonnen hatte, setzte sich zunächst als Erste ihres Vorlaufes über 1.500 Meter durch. In ihrem Halbfinale schwamm Gose erneut vorneweg und ließ auch Taddeucci hinter sich. Im Finale ließ sie nichts mehr anbrennen. Zuvor hatte bereits Florian Wellbrock für das DSV-Team Gold über fünf und zehn Kilometer gewonnen. Gose hatte nach ihrem goldenen Freiwasser-Debüt bei der WM im vergangenen Jahr mit der gemischten Staffel um Vierfach-Weltmeister Wellbrock beim Weltcup Anfang Mai in Italien im Knockout-Sprint Platz zwei belegt. Dort hatte sie sich auch erstmals über die olympischen zehn Kilometer versucht, aber abgebrochen, weil sie ihre lädierte Schulter, die sie in dieser Saison zu Trainingspausen gezwungen hatte, nicht weiter belasten wollte. Zukunft im Freiwasser offen Wie es für sie im Freiwasser weitergeht, will die Magdeburgerin im nächsten Jahr entscheiden. "Ich werde es im Laufe der nächsten Saison noch ein-, zweimal angehen. Und dann sollte man zeitnah entscheiden: Ist das etwas für mich, oder ist es falsch, dann lasse ich es", sagte die Magdeburgerin. Die Freiwasserrennen am Freitag konnten wie geplant stattfinden, nachdem tags zuvor das Training wegen eines Ölfilms auf dem Wasser flussaufwärts abgesagt worden war. Bei weiteren Untersuchungen wurden die Grenzwerte nicht überschritten, nach einer letzten visuellen Kontrolle am frühen Morgen wurde die Strecke in einem Nebenarm der Seine unweit des Eiffelturms freigegeben.