Schwimm-EM in Paris Gold für Wasserspringer Wesemann
Moritz Wesemann schickte am Beckenrand lächelnd ein paar Handküsse Richtung Kamera, auf der Tribüne feierten seine Teamkollegen schon euphorisch. Nur einen Tag nach dem verpatzten EM-Auftakt meldete sich der deutsche Top-Wasserspringer in Paris eindrucksvoll zurück und krönte sich erneut zum Europameister vom 1-m-Brett. "Ich bin extrem happy", sagte Wesemann, nachdem er im Centre Aquatique Olympique für die erste deutsche Goldmedaille gesorgt hatte, "vor allem, weil ich ohne einen großen Patzer komplett durchgekommen bin, am Ende noch einmal ein Highlight zeigen konnte und den Mut, den ich gestern scheinbar nicht auf dem Brett hatte, heute umwandeln konnte und mit dem Ergebnis nach Hause gehe." Trotz später Stunde war deshalb am Samstagabend nicht an Schlaf zu denken: "Ich habe noch so viel Adrenalin, dass ich wahrscheinlich erst einmal nicht pennen kann", sagte Wesemann und lachte. Titelverteidigung nach EM-Fehlstart Wesemann hatte sich im vergangenen Jahr bei der Einzel-EM der Wasserspringer im türkischen Belek den Titel gesichert. In Paris wiederholte er seinen Triumph und ließ die Briten Jack Laugher (418,25 Punkte) und Jordan Houlden (410,30) hinter sich. Der Start in die europäischen Titelkämpfe war für Wesemann nicht nach Plan verlaufen. Aufgrund einiger Patzer hatten sich Wesemann, Pfeif, Lena Hentschel und Jaden Eikermann am Freitag im Mixed-Team-Wettbewerb mit Platz sieben zufriedengeben müssen. Eine weitere Medaillenchance hat Wesemann noch am Mittwoch im Einzel vom 3-m-Brett.