Schwüle 38 Grad in Hauptstadt Washington: Parade zum Unabhängigkeitstag wegen Gluthitze abgesagt
Wegen der Hitzewelle im Osten der USA sind Teile der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten gestrichen worden. Die für den Samstag geplante alljährliche Unabhängigkeitsparade in Washington wurde wegen „extremer Hitze“ abgesagt, wie die Veranstalter mitteilten. Die Veranstaltung „Great American State Fair“ auf der National Mall, der Rasenfläche zwischen Kapitol und Washington-Denkmal, wurde vorübergehend geschlossen, nachdem mehrere Menschen kollabiert waren. In Washington sind für den Samstag Temperaturen von mehr als 38 Grad vorhergesagt. In Zusammenhang mit der hohen Luftfeuchtigkeit könnte die gefühlte Temperatur bis zu 43 Grad betragen. US-Präsident Donald Trump hatte indes bereits angekündigt, sich davon nicht von seiner für den Abend geplanten Rede abhalten zu lassen. Diese werde lang ausfallen, nur um zu zeigen, dass er alles machen könne. Hitzekuppel wie vergangene Woche in Europa Der Osten der USA erlebt jetzt das, was vor einer Woche Westeuropa durchlebte. Eine sogenannte Hitzekuppel sorgt für Extremtemperaturen. Dabei verharrt ein großräumiges Hochdruckgebiet über der Region und wirkt wie ein Deckel. Eine solche Wetterlage sorgte umgekehrt auch für den lang anhaltenden eisigen Winter in Berlin Anfang 2026. Damals verharrte ein Tiefdruckgebiet längere Zeit über Mittel- und Osteuropa und bildete eine Kälteglocke. Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution wäre eine solche Hitzewelle ohne den Klimawandel „praktisch unmöglich“ gewesen. „Zum 250. Geburtstag der USA liefert unsere Studie einen deutlichen Realitätscheck“, erklärte Studienautor Theodore Keeping vom Imperial College London. (AFP)