Sechs Banken mit 4,00 % und mehr aufs Tagesgeld
Beim Tagesgeld stehen aktuell sechs Banken an der Spitze: Revolut, Bigbank, Crédit Agricole Savings, Ayvens Bank, Chase und Openbank zahlen 4,00 Prozent und mehr. Entscheidend ist aber nicht nur der Aktionszins, sondern auch der Anschlusszins nach drei bis vier Monaten, der gegenüber dem Aktionszins deutlich niedriger ist.
Seit Monaten geht es bei den Tagesgeld-Zinsen nach oben. Aktuell bekommen Neukundinnen und -kunden bei so vielen Banken vier Prozent pro Jahr und mehr wie lange nicht. Der Zins liegt deutlich über dem Biallo-Index für Tagesgeld von aktuell 1,78 Prozent. Die hohen Aktionszinsen gelten allerdings nur für einen überschaubaren Aktionszeitraum. Der in der Folge geltende Anschlusszins ist bei allen deutlich niedriger, schlägt aber überall weiterhin den Biallo-Index.
Sechs Banken auf oder über der Vier-Prozent-Marke
Nach Zinssatz sortiert führen sechs Anbieter den Biallo-Tagesgeld-Vergleich an. Spitzenreiter ist Revolut mit 4,25 Prozent, es folgen die Bigbank mit 4,15 Prozent, Crédit Agricole Savings sowie Ayvens Bank, Chase und Openbank mit jeweils 4,00 Prozent. Alle sechs werben mit einer Aktionsdauer von drei bis vier Monaten.
Quelle: Angaben der Anbieter; Anlagesumme 10.000 Euro, Neukundenangebote; 1ab zweitem 30-Tages-Zeitraum drei Kartenzahlungen je fünf Euro pro 30 Tagen nötig; 2Länderrating von Fitch; Stand: 5. Oktober 2026
Der höchste Zinssatz von 4,25 Prozent von Revolut gilt allerdings nur bis 25.000 Euro, darüber fällt der Satz auf 1,25 Prozent. Zudem sind ab dem zweiten Monat drei monatliche Kartenzahlungen von mindestens fünf Euro nötig, damit der Zinssatz weiterhin "aktiv" bleibt. Die Crédit Agricole Savings zahlt den maximalen Zins von 4,10 Prozent ebenfalls nur bis zu einer Anlagesumme von 25.000 Euro. Bei den übrigen der sechs Anbieter gelten die Aktionszinsen bis 100.000 Euro und mehr. Alle Angebote richten sich ausschließlich an Neukunden.
Anschlusszins und Sicherheit
Nach Ablauf der Aktionsfristen fällt der Zins bei allen sechs Banken deutlich. Crédit Agricole Savings reduziert auf 2,50 Prozent, die Ayvens Bank setzt den Zins nach drei Monaten auf einen Basiszins von 2,30 Prozent. Bigbank und Revolut senken nach vier Monaten auf 2,25 Prozent, bei Revolut gilt dieser Satz allerdings nur bis 5.000 Euro, für Summen darüber greifen 1,25 Prozent. Chase und Openbank zahlen nach vier Monaten noch 2,00 Prozent. Wie bereits geschrieben, liegen diese Zinssätze immer noch oberhalb des Biallo-Index, sind aber weit von der Spitze der Tagesgeld-Zinsen entfernt.
Hinsichtlich der Einlagensicherung nimmt sich das Gros der derzeitigen Top-Anbieter wenig, auch wenn bei der Ayvens Bank nicht die deutsche, sondern die niederländische Einlagensicherung mit einem dahinterstehenden AAA-Länderrating greift. Lediglich die Crédit Agricole Savings und die Bigbank mit ihrem A+-Rating (letzteres von Fitch) liegt darunter.
Hoher Aktionszins, halbierter Anschlusszins
Die sechs Spitzenangebote mit 4,00 Prozent und mehr lohnen sich besonders für die Aktionsphase. Nach drei bis vier Monaten entscheidet dann der Anschlusszins, und der liegt bei allen sechs Banken nur zwischen 2,00 und 2,30 Prozent. Diese Basiszinssätze sind für Standard-Zinsen bei Tagesgeld derzeit nicht schlecht, allerdings zahlen andere Anbieter dauerhaft mehr. Für Sparerinnern und Sparer mit Zinshopping-Bereitschaft sind die sechs genannten Top-Angebote aktuell sehr attraktiv. Alle, die ihr Tagesgeldkonto nicht mehrmals jährlich wechseln wollen, sollten aber genau durchrechnen, wie lange sie wieviel Geld anlegen möchten – und wo sie dafür das meiste bekommen.
Häufige Fragen zu Tagesgeld mit 4 Prozent